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Esoterisches Heilen (Sieben Strahlen IV), Seite 603 ff. (engl.)
Willens ein Gedankenstrom auch in die höheren Zentren geleitet werden kann. Viele Aspiranten bringen dies mit viel grösserer Leichtigkeit fertig als sie annehmen.

2. Wenn der Heiler einem seiner Zentren Energie zuleitet, bevor er diese an ein Zentrum im Körper des Patienten weitergibt, darf er nicht das Risiko persönlicher Überreizung eingehen. Das ist sehr wichtig. Bei gewöhnlichen Menschen liegen so viele Krankheiten und physische Beschwerden im Unterleib, dass der Heiler ständig den Solarplexus verwenden muss; dies könnte ihn in einen bedenklichen Zustand übermässiger Gefühlserregbarkeit und sogar des akuten Astralismus versetzen. Er würde dann das Opfer seiner guten Absichten und seines geistigen Dienstes, denn die Konsequenzen wären dennoch schlecht; Energie ist eine unpersönliche Kraft und ein rein unpersönliches Wirkungsmittel. Reinheit der Absichten, selbstloser Dienst und guter Wille sind kein echter Schutz, trotz der banalen Binsenwahrheiten der sentimentalen Okkultisten. Die Anwesenheit dieser an sich wünschenswerten Bedingungen verstärkt sogar die Schwierigkeit, denn die Seelenenergie wird mit 604 grosser Gewalt einströmen. Der Heiler wird erst gegen Ende seiner Schulungszeit alle diese Gefahren erkennen und die Möglichkeiten richtig einschätzen können sowie ein wissenschaftliches und technisches Verständnis für die Schutzmassnahmen erlangen. Derzeit ist die Gefahr noch nicht so gross (da den Gedanken der Menschen die Durchschlagskraft fehlt und sie unfähig sind, Gedanken zu lenken); deshalb besteht die wichtigste Schutzmassnahme heute in der Fähigkeit des Heilers, sein Bewusstsein stetig im Kopfzentrum festzuhalten, wobei das «Auge der Lenkung» auf das bedürftige Zentrum gerichtet ist. Dies erfordert eine zweifache Konzentration, und der Heiler muss danach streben, sich diese Fähigkeit anzueignen.

Gerade hier kann der Heiler den Unterschied zwischen Ausstrahlung und Magnetisierung erkennen. Wenn er die vom Kopf (dem Sitz der Seelenenergie) ausgehende und durch die Macht des Denkens gesteuerte Seelenenergie im entsprechenden Zentrum konzentriert hat, endet der Strahlungsprozess. Dieser besteht aus zwei Etappen:

1. Das Stadium, in dem die Seele Energie in das Kopfzentrum einstrahlte.

2. Das Stadium, in dem der Heiler einen Strahl dieser Energie vom Kopfzentrum in das «benötigte Zentrum» lenkt; dort wird er konzentriert und festgehalten.

Von diesem benötigten Zentrum aus wird nun der Gleichlauf mit dem entsprechenden Zentrum im Körper des Patienten hergestellt; das geschieht nicht dadurch, dass der Heiler einen Strahl in dieses Zentrum übersendet. Die Anpassung wird vielmehr dadurch erreicht, dass die Wirkungskraft des Heilerzentrums bei dem des Patienten eine Reaktion hervorruft; es wirkt wie ein Magnet, indem es eine merkliche Strahlung aus dem Patienten hervorlockt. Diese «erhellt» (esoterisch) die Reibungsstelle in dem umliegenden Bezirk und kann es dem Heiler - wenn er hellsichtig ist - ermöglichen, den Sitz der Störung klarer zu erkennen und damit zu einer genaueren Diagnose zu kommen. Für gewöhnlich ist der [605] geistige Heiler von der Diagnose des zugezogenen Arztes abhängig, wenn er nicht selbst einer ist.

Nun kommt es auf der ätherischen Ebene zu einem Wechselwirken zwischen Heiler und Patient. Die Energien ihrer beiden gleichgestimmten Zentren stehen nun in harmonischer Verbindung miteinander, und so hat der Heiler an dieser Stelle zu entscheiden, ob die Behandlung eine austreibende oder eine anregende Methode erfordert. Er muss daher ermitteln, ob das Zentrum des Patienten überreizt ist - ob also etwas von der überschüssigen Energie ausgetrieben (oder abgezogen) werden sollte oder ob ein Schwächezustand besteht und die Energie des betreffenden Zentrums behutsam vermehrt werden muss.

Es besteht jedoch noch eine dritte Möglichkeit, die hier erwähnt werden soll; sie braucht mehr Zeit, ist aber in jedem Fall mehr wünschenswert. Diese Methode besteht darin, jenes Gleichgewicht der Energien (zwischen Heiler und Patient) herzustellen, das die Energie im Bereich der Reibungsstelle festhält und der Natur selbst gestattet, die Heilung ohne Hilfe herbeizuführen. Das ist nur dann möglich, wenn die harmonische Verbindung zwischen Patient und Heiler vollständig ist. Dann besteht die einzige Aufgabe des Heilers darin, die Situation konstant zu erhalten, dem Patienten Zutrauen zu den in ihm liegenden Kräften zu geben und ihn zu geduldigem Warten zu ermuntern. Die Heilung hält dann länger an, und der Patient hat auch niemals das Empfinden eines psychischen Schocks, wie es vorkommen kann, wenn eine plötzliche Stimulierung oder drastische Austreibung angewandt wird.

Wir haben also, wie ihr seht, drei Methoden, wie der Heiler die in seinen Zentren konzentrierte Kraft durch zielsichere Lenkung verwendet:

1. Zur Austreibung überschüssiger Energie aus einem überreizten Zentrum.

2. Zur deutlich erkennbaren Stimulierung von Zentren des [606] Patienten.

3. Zur Erhaltung eines Gleichgewichtszustandes, so dass die Heilung durch die Natur erfolgen kann.

Im ersten Fall verstärkt der Heiler absichtlich die Wirkkraft der in seinem Zentrum aufgespeicherten Energie, so dass sie ausserordentlich magnetisch wird und die überschüssige Energie aus dem Zentrum des Patienten abzieht; im zweiten Falle schickt der Heiler einen kräftigen Strahl seiner eigenen Energie in das entsprechende Zentrum im Körper des Patienten; dies ist ein Akt der Strahlung und sehr wirksam. Im dritten Fall wird eine Wechselbeziehung hergestellt, welche das Gleichgewicht erhält und eine stetige, normale Tätigkeit in dem Zentrum fördert, das den Sitz der Störung beherrscht.

Ihr werdet auch bemerken, dass alle diese Vorgänge von der Entscheidung des Heilers abhängen (sie sind ja verhältnismässig einfach, wenn man sie einmal begriffen hat). Hier können nun Fehler gemacht werden und deshalb wäre es sehr ratsam, dass derjenige, der in der von mir angegebenen Richtung zu arbeiten sucht, langsam und mit angemessener Behutsamkeit vorgeht, auch wenn er dann vielleicht keine Wirkungen und Erfolge aufweisen kann. Es ist besser, beim Patienten und in seinem Zustand keinen Erfolg zu haben, als gewaltsam durch eine unkluge Entscheidung durch die Macht des Denkens und durch allzu grosse Beflissenheit den Tod des Patienten dadurch beschleunigt herbeizuführen, dass man die nötige Energie plötzlich abzieht oder ein Zentrum stimuliert, das ohnedies schon überreizt und überaktiv ist.

Letzten Endes ist es das Ziel der drei Methoden, mit denen man dem Patienten durch direktes Einwirken auf die betreffenden Zentren helfen will, eine ausgeglichene, gesundheitsfördernde Tätigkeit herbeizuführen. Dies kann man bei einem vorgeschrittenen Menschen viel leichter erreichen als bei jemandem, bei dem das Zentrum normalerweise untätig und unerweckt ist; denn bei diesem resultiert die Störung viel eher aus der Wirkungsweise eines der einundzwanzig geringeren Zentren, die im Körper liegen, als [607] aus einer solchen der sieben Hauptzentren. In solchen Fällen kann dem Patienten viel leichter durch die orthodoxe Medizin und Chirurgie geholfen werden als durch eine geistige Heilbehandlung Eben deshalb gewinnt der geistige Heiler erst jetzt an Bedeutung; seine Arbeit wird deswegen überhaupt möglich, weil die Menschheit sich jetzt so rasch entwickelt, dass die Menschen zum ersten Mal fähig sind, aus diesen Gesetzen und Regeln in nennenswertem Masse Nutzen zu ziehen.

Die Worte im letzten Satz der dritten Regel «die beiden und die eine» wollen besagen, dass die im Heiler vereinigte Energie - die im Kopfzentrum konzentrierte Seelenenergie und die Energie des «benötigten Zentrums»- sowie die Energie des Zentrums, das die Reibungsstelle im Körper des Patienten beherrscht - die Heilung bewirken, vorausgesetzt natürlich, dass das Schicksal des Patienten die Heilung erlaubt.

VI. Gesetz.

Wenn die Bilde-Energien im Körper tätig sind, besteht Gesundheit, ungetrübtes Wechselwirken und rechte Funktion. Wenn jedoch die Lunarherren und jene Wesen, die unter der Herrschaft des Mondes und auf Geheiss des niederen persönlichen Selbstes wirken, als Bildekräfte auftreten, so führt dies zu Krankheit, Siechtum und Tod.

Dies ist ein ausserordentlich interessantes Gesetz, da es sich grundsätzlich mit Ursachen beschäftigt - vor allem mit Ursachen, über die der Durchschnittsmensch keine bewusste Kontrolle hat; interessant ist es auch deshalb, weil es okkult ein winziges, mikrokosmisches Abbild der universalen oder makrokosmischen Situation gibt. Es hat mit dem gesamten Problem des Übels, des Schmerzes und Leidens (den grossen Mysterien unseres kleinen Planeten) zu tun - nur in ein paar Sätzen, aber es sind Sätze, die eine ungeheure Tragweite haben. Gerade die Einfachheit dieses grossen Naturgesetzes verhüllt die weitreichenden Bedeutungen seines normalen Wirkens. Es weist ganz einfach auf die folgenden Tatsachen hin, die ich numerieren möchte, weil das Zerlegen [608] eines Abschnitts in seine klaren, einfachen Aussagen ein vernünftiger Weg ist, um zum Verständnis zu gelangen.

1. Wenn die Seele die ihr zugehörige Form beherrscht, besteht Gesundheit.

2. Die Seele ist der Erbauer der Form, die aufbauende Kraft in Manifestation.

3. Dies gilt sowohl für den Mikrokosmos wie für den Makrokosmos.

4. Die Ergebnisse sind vollständiges Wohlsein, rechte Beziehung und richtige Tätigkeit.

5. Wenn die Seele die Vorherrschaft nicht hat, wenn also die Kräfte der Formnatur die bestimmenden Faktoren sind, dann ist es um die Gesundheit schlecht bestellt.

6. Die Erbauer der Form sind die «Lunarherren», die physischen, astralen und mentalen Elementarwesen.

7. Aus diesen, in ihrer dreifachen Gesamtheit, besteht die Persönlichkeit.

8. Sie stehen okkult unter der Leitung des Mondes, dem Symbol der Form, oft die «Mutter der Form» genannt.

9. Die Ausstrahlung, die vom Mond kommt, trägt die Keime des Todes und der Krankheiten in sich, weil der Mond ein «toter Planet» ist.

Wie ihr bemerken könnt, führt alles wieder zurück auf die Quelle der Hauptenergie, die den Körper beherrscht. Obwohl die Seele die Quelle allen Lebens und Bewusstseins ist, tut sie äonenlang nichts anderes, als lediglich die Form am Leben und bei Bewusstsein zu erhalten; das geschieht so lange, bis die Form jene Evolutionsstufe erreicht hat, auf der sie ein nützliches und geeignetes Instrument ist (und es immer noch mehr wird), das von der Seele als Mittel der Wesensäusserung und zum Dienst verwendet werden kann. Das Karma bestimmt dann die Qualität und Beschaffenheit des physischen Körpers. Er kann gesund sein, weil er in einer bestimmten Inkarnation (oder in einer Reihe von Inkarnationen) nicht missbraucht wurde; oder er ist nicht gesund, weil er den Preis des Irrtumes zahlen muss. Gute Gesundheit hängt nicht unbedingt von bewusstem Kontakt mit der Seele ab. Dieser [609] kann sehr wohl volle Gesundheit verleihen, doch in den meisten durchschnittlichen Fällen hängt dies ausserdem von der Lebensweise und den Absichten der Persönlichkeit in diesem und in früheren Leben ab. Die Seele kann erst dann wirkliche Hilfe bringen, wenn der Wille der Persönlichkeit auf geistige Veredlung und auf ein moralisch reines Leben gerichtet ist.

Dieses Gesetz enthält auch die Folgerungen jener grundlegenden Beziehung, welche die dreifache Formgestalt des Menschen zu einem integralen Teil des makrokosmischen Ganzen macht. Alle Formen in allen Reichen werden von den Lunarherren auf einen Impuls hin erschaffen, der vom planetarischen Logos ausgeht und in Übereinstimmung mit dem Erdengeist wirkt - der Gesamtheit aller Lunarherren und der drei Arten von energiegeladener Substanz, die an der Schöpfung des physischen, astralen und mentalen Körpers beteiligt sind. Die Beziehung des planetarischen Logos zu diesem Erdengeist (die Beziehung eines in

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Last updated Saturday, February 14, 1998           © 1998 Netnews Association. All rights reserved.