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Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, Seite 209 ff. (engl.)
und weise vorgehen und die Wünsche der Bevölkerung korrekt berücksichtigen müssen. Nicht die Wiederherstellung der alten Grenzsteine ist das erwünschte Anliegen, sondern die Wiederherstellung der nationalen und rassischen Einflussbereiche in Übereinstimmung mit der jetzigen Lage.

Nicht die zwangsweise Vorschreibung oder Abschaffung einer Ideologie ist wichtig, sondern die Schaffung solcher Zustände in der Welt, dass alle Nationen genügend Nahrung, lebensnotwendige Dinge und dann die Möglichkeit erhalten, sich Ausdruck zu verschaffen und ihren besonderen Beitrag zum Wohl der Gesamtheit zu leisten.

Die Einzelheiten der Durchführung müssen von allen Völkern in engster Zusammenarbeit festgelegt werden. Diese entscheidenden Dinge müssen von Menschen mit Weitblick, nicht einfach von Politikern, von Weltdienern, nicht einfach von militärischen Führern, von Menschenfreunden, nicht einfach von nationalen Führern bestimmt werden. Dabei müssen sie auf die Unterstützung der Menschen guten Willens in jedem Land rechnen können. Zusammenfassend möchte ich sagen:

Die Übergangszeit von der Gegenwart bis zur endgültigen Neuordnung zerfällt in zwei Hauptabschnitte, für welche die praktische Arbeit klar umrissen werden kann:

1. Die Zeit bis zum Kriegsende muss in folgender Weise genützt werden:

a. Alle Männer und Frauen guten Willens sind zu schulen und in ihrer Geisteshaltung zu festigen.

b. Es sind die Mitarbeiter, Menschenfreunde und jene Männer und Frauen mit Einsicht und Weitblick zu entdecken, die für die hier angegebenen Grundsätze empfänglich sind.

c. diese Männer und Frauen sind so auszubilden und einsatzbereit zu machen, dass sie sich nach Kriegsende in vollem Einklang für Gerechtigkeit und rechte menschliche Beziehungen in allen Ländern einsetzen.

2. Die Zeit [210] vom Kriegsende bis zur endgültigen Neuordnung. Hoffentlich (um der Gerechtigkeit willen) wird diese Zeitspanne mehrere Jahre der Rehabilitierung und Erziehung umfassen. Während dieser beiden Übergangszeiten zwischen der alten und der neuen Weltordnung können die Menschen guten Willens den Staatsmännern aller Nationen in der Weise wirksam helfen, dass sie einsichtsvoll zusammenarbeiten, die Öffentlichkeit planmässig aufklären und die wirkliche Bedeutung rechter menschlicher Beziehungen definieren und lehren.

Wir wollen uns mit der ersten Phase befassen. Es ist erwünscht, sofort den Kontakt mit jenen Menschen aufzunehmen, deren Namen euch bereits bekannt sind. Diese sollen sich gleich ans Werk machen und ihrerseits andere ausfindig machen, um sie in die Wiederaufbauarbeit einzuführen. Alle diese Namen und Anschriften sollen in Listen erfasst werden, sowohl in einer Zentralkartei als auch nach Nationen geordnet. Diese Listen müssen aber auch in New York und London geführt werden, denn es ist die Aufgabe der englischsprechenden Völker, die Welt mit Hilfe aller anderen Nationen wiederaufzubauen. Das Werk braucht also eine gewisse Zentralisierung, und es muss die Möglichkeit bestehen, diese Leute zu erreichen und zu einheitlicher Tätigkeit zu bringen.

Ich rufe alle Menschen guten Willens, die für dieses Zukunftsbild Verständnis haben, auf, mit festem Glauben an die göttlichen Möglichkeiten der Menschen und an die zukünftige Auferstehung der Menschheit, mit begeisterter Anerkenntnis Gottes, mit der Anerkennung der fundamentalen Werte der Lehre Christi und mit freudiger Entschlossenheit sogleich ans Werk des Wiederaufbaus zu gehen.

Ich fordere euch nicht zu einer Gefolgstreue gegenüber einer Organisation auf; ich verlange von euch lediglich, dass ihr eure Mitmenschen liebt, mögen diese nun Deutsche, Amerikaner, Juden, Briten, Franzosen, Neger oder Asiaten sein. Ich möchte euch aus euren unklaren Träumen des Wunschdenkens und unmöglicher Utopien aufrütteln und auffordern, dem jetzigen Leben ins Auge zu sehen und dieses Leben an dem Platz, wo ihr steht, besser zu gestalten. Ich fordere euch zu dem Experiment rechter menschlicher Beziehungen auf. Macht den Anfang mit euren persönlichen Beziehungen zu eurer Familie und zu Freunden und [211] bemüht euch dann, die Menschen, mit denen ihr so einen Kontakt aufgenommen habt, dazu zu bringen, dass auch sie ein gleiches Werk beginnen. Diese Aufgabe besteht darin, rechte Beziehungen zu schaffen zwischen Einzelmenschen und Gruppen, innerhalb einer Gruppe oder Nation und unter den Nationen. Kommt zu der Erkenntnis, dass bei diesem Werk niemand wertlos oder unnütz ist, sondern dass ein jeder für die praktische Arbeit gebraucht wird. Kommt zu der Erkenntnis, dass der gute Wille eine dynamische Energie ist, die fundamentale weltweite Veränderungen bewirken kann und dass sie sich sowohl durch die Tätigkeit des Einzelmenschen als auch durch die geballte Kraft der gemeinsamen Zielsetzung manifestieren kann. Unglaublich gross ist die konzentrierte Macht des guten Willens, die dynamische Wirkung einsichtsvollen wirklichen Verstehens und die Macht einer geschulten und interessierten öffentlichen Meinung, die das grösstmögliche Wohlergehen für die grösstmögliche Anzahl von Menschen wünscht. Diese dynamische Kraft wurde noch niemals angewendet; sie kann jetzt die Welt erretten.

Die Weltkrise in der Sicht der Hierarchie

April/Mai 1940

Wenn ihr diese Mitteilung erhaltet, stehen wir wiederum kurz vor einer Wesak-Feier. Die Eindringlichkeit und die Zweckbestimmtheit dieser bevorstehenden Feier drängen mich wieder, jenen von euch, welche diese Botschaft erhalten, die jetzige günstige Gelegenheit und Die geistige Dringlichkeit dieses Höhepunktes für das Schicksal der Menschheit zu Bewusstsein zu bringen die drei Vollmondperioden im April, Mai und Juni sind höchst bedeutsam und entscheidend; von den Ereignissen in den nächsten Wochen, solange die Sonne noch nordwärts geht, wird viel abhängen.

Mit dieser Mitteilung verfolge ich zwei Absichten. Erstens möchte ich euch eine bessere Vorstellung darüber vermitteln, wie Die geistige Hierarchie unseres Planeten die gegenwärtige Weltkrise sieht, und zweitens möchte ich einige grosse Möglichkeiten andeuten, die von drei Faktoren abhängen:

1. Eine göttliche Intervention ist möglich; sie könnte durch die Aspiration aller rechtlich denkenden Menschen sowie durch die verständnisvolle und ständige Anwendung der Grossen [212] Invokation herbeigeführt werden. Diese Anrufung wird jetzt schon tausendfach von Aspiranten in jedem Land gesprochen.

2. Zwischen den Aktivitäten der Lichtkräfte und denen der Kräfte materialistischer Aggression werden gewisse klare Demarkationslinien sichtbar.

3. Die Weltjünger und Menschen guten Willens sollten erkennen, wie wichtig klares Denken, weises Sprechen und geschicktes Handeln sind.

Ich möchte mich verhältnismässig kurz fassen und klar ausdrücken; meine Ausführungen sind völlig vorurteilslos und unvoreingenommen. Ich spreche im Sinn der einen Menschheit und mache keinen Unterschied hinsichtlich Rasse, Farbe und Nation. Ich habe keine besonderen politischen Ansichten, denn ich weiss, dass alle möglichen Theorien, Ideologien und Regierungsformen vorübergehende Zustände und Bedingungen sind, von denen die verschiedenen Menschengruppen auf ihrem Weg vom menschlichen zum göttlichen Zustand beherrscht werden. Ich bevorzuge keine bestimmte Religion, da ich ja weiss, dass alle Wege zu Gott führen und dass der Sinn für das Göttliche im Menschenherzen so stark und eingeboren ist, dass er niemals und durch nichts unterdrückt werden kann. Das Leben, die Erfahrungen, Schicksalsprüfungen, Schmerzen und das instinktive Hinstreben zum richtigen Weg führen schliesslich alle Menschen zurück in das Licht Gottes. Meine Liebe gilt daher allen Menschen, ungeachtet ihrer Nationalität und ihrer derzeitigen Anschauungen, und ebenso denken und empfinden alle meine Gefährten und Mitarbeiter. Wenn ich das ständig wechselnde Bild der Weltbühne betrachte und in dieser geistigen Schau Zukunft und Vergangenheit einbeziehe (denn das ist das Vorrecht aller geschulten Weltjünger), dann weiss ich, dass die gegenwärtigen Ereignisse nur vorübergehend eine Rolle spielen und zur gegebenen Zeit von anderen Ereignissen abgelöst werden. Sobald einmal in naher Zukunft die menschlichen Werte, die geistigen Ziele, die politischen Systeme, die religiösen Einstellungen und die territorialen Fragen neu geordnet und berichtigt sind, wird die Welt wieder zum Alltagsleben übergehen können. Die derzeitige Gelegenheit und Situation wird sich entweder [213] als dynamisch nützlich oder (was leider auch möglich ist) als nutzlos und wirkungslos erweisen. Ein neuer Zeitabschnitt der Zivilisation, Kultur und Höherentwicklung wird eingeleitet werden, dem entweder noch die alten Eigenschaften selbstsüchtigen Verlangens und aggressiver Gewinnsucht anhaften werden oder der bereits die neueren und schöneren Merkmale glücklicher und befriedigender internationaler Beziehungen, religiösen, verständnisvollen Einvernehmens und der sehr notwendigen wirtschaftlichen Zusammenarbeit aufweisen wird.

Vor dieser zweifachen Möglichkeit stehen wir heute. Die eine ist neu, richtig und geistig orientiert; die andere ist alt, schlimm und unerwünscht. Ob die Menschen den besseren Lebensweg einschlagen oder ob sie zulassen werden, dass die bisherigen Methoden und die Vorherrschaft egoistischer (persönlicher, nationaler und rassischer) Interessen weiter bestehen bleiben, wird erst die Zukunft entscheiden.

Bei der Betrachtung der jetzigen Weltsituation wird indes zweierlei klar: erstens, dass die Abgrenzungen zwischen den beiden Lebensarten und den beiden äusseren grundsätzlichen Einstellungen viel deutlicher zu erkennen sind, als zu irgendeiner früheren Zeit in der Menschheitsgeschichte; zweitens, dass das ungeordnete, verworrene Denken wohlmeinender Massen (von denen viele nicht unmittelbar vom Krieg betroffen sind) weitgehend daran schuld ist, dass die Endkrise und die Entscheidung hinausgeschoben werden.

Seit Jahrzehnten beobachten wir, die Lehrer der Menschheit, wie sich grosse weltweite Tendenzen immer klarer abzeichnen und zu bestimmenden Wirkkräften werden. Dieses Hervortreten der Grundtendenzen war von wesentlicher Bedeutung, um der Menschheit den wirklichen Sachverhalt klar aufzeigen zu können; auf diese Weise war es möglich, die Menschen vor eine grundsätzliche Wahl zu stellen und ihnen gewisse Entscheidungen zu überlassen. Wenn sie die richtige Entscheidung treffen, können sie sich eine neue und bessere Zukunft schaffen. Bisher ist eine solche Darstellung der Sachlage noch niemals möglich gewesen, weil die Menschheit bisher noch nicht die Entwicklungsstufe erreicht hatte, auf der sie die Situation hätte verständnisvoll erfassen können; ausserdem war die Menschheit noch niemals durch die modernen Verkehrs- und Kommunikationsmittel so eng miteinander verbunden. Die notwendigen Entscheidungen können jetzt in gemeinsamer Beratung und mit offenen Augen getroffen werden. Die denkenden Menschen in jedem Land stehen vor einer klaren Entscheidung, von [214] der das Schicksal der weniger intelligenten Massen abhängt. Daraus ergibt sich die jetzige Verantwortung der nationalen Führer, der Volksvertreter in den Regierungen, der Kirchen und der Intelligenzkreise in allen Ländern ohne Ausnahme. Niemand sollte sich vor Verantwortung drücken, was leider sehr oft der Fall ist.

In früheren Mitteilungen sprach ich oft von den Lichtkräften und von den Kräften des Materialismus. Damit meinte ich einerseits die Tendenzen zu Brüderlichkeit, rechten menschlichen Beziehungen und selbstlosen Zielen, andererseits die entgegengesetzten niedrigeren Bestrebungen, die bei den Menschen zu egoistischer Gewinnsucht, zur Vorherrschaft materieller Interessen, zu brutaler Angriffslust und Grausamkeit führen. Für den unvoreingenommenen Betrachter sind diese beiden Einstellungen ganz klar.

Zu diesen beiden Gruppen möchte ich eine dritte hinzufügen, die in der heutigen Welt deutlich erkennbar Gestalt annimmt. Sie besteht aus jenen Menschen, die das Gewicht ihres Einflusses und ihrer Aktionen auf keine der beiden Seiten legen; theoretisch mögen sie vielleicht die höheren Bestrebungen befürworten, aber praktisch tun sie nichts, um sie zu fördern. Diese grosse dritte Gruppe besteht intern aus zwei Untergruppen: Erstens aus jenen Leuten, die ihrer Anlage nach weich und daher von Angst und Schrecken erfüllt sind; sie wagen in keiner Weise, gegen die Kräfte der Aggression etwas zu tun. Zweitens aus einer wesentlich stärkeren Gruppe von Leuten, die aus egoistischen materiellen Interessen, aus einem Gefühl der Überheblichkeit (Was geht das mich an?) oder weil sie von falschen Werten beherrscht werden, sich aus der Situation heraushalten und sich vor ihrer offenkundigen Verantwortung als Mitglieder der Menschenfamilie drücken. Zu dieser letzteren Gruppe gehören unter anderem auch mächtige Demokratien und Republiken. Die eine Gruppe wird von Angst, Schrecken und einem

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Last updated Saturday, February 14, 1998           © 1998 Netnews Association. All rights reserved.