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Eine Abhandlung über Weisse Magie, Seite 542 ff. (engl.)
die Wissenschaftler dieses Wort grosszügig benutzen. Diese Regel hat mit den vier Graden ätherischer Substanz zu tun, welche die ätherische Hülle aller Formen in der Natur bilden, - vom Berg bis zur Ameise, von der Pflanze bis zum Atom. Einige Wissenschafter erkennen die tatsächliche Existenz eines Ätherkörpers an, eine grosse Anzahl tut das nicht, und bei den Massenmenschen ist er unbekannt. Das, was uns am nächsten und unmittelbar im Vordergrund liegt, wird oft übersehen, und für diejenigen von uns, die lehren und leiten, war es interessant zu bemerken, wie viel Wert auf psychische und astrale Phänomene gelegt wird, und wie wenig Aufmerksamkeit man den offensichtlicheren und leichter erkennbaren ätherischen Formen und Kräften schenkt! Wenn man die gegenwärtig übliche Blickrichtung nur ein klein wenig ändert, wird man entdecken, dass das menschliche Auge fähig ist, ein völlig neues Wahrnehmungs- und Bewusstseinsgebiet mit einzubeziehen. Blindlings wenden die Menschen ihr Bewusstsein [543] nach innen und nehmen astrale Dinge und jene trügerische Welt ewig wechselnder Formen wahr, in der wir leben, weben und sind, und doch vermögen sie nicht das zu sehen, was unmittelbar vor ihnen liegt.

Diese drei Schwierigkeiten:

a. Mangelnde Befähigung,

b. die dem unbewussten Formaufbau innewohnenden Gefahren,

c. die Blindheit für das ätherische

machen es mir beinahe unmöglich, dieser Regel volle Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, und das Wirken auf den ätherischen Ebenen zu erläutern; daher ist auch die Erklärung verhältnismässig kurz.

Bei der Besprechung der Eignung und in Beantwortung der Frage: Worin besteht die Ausrüstung, die ein weisser Magier benötigt?, möchte ich eines sagen: - Alle Schüler erkennen, dass gewisse Voraussetzungen erfüllt sein müssen, wenn man einem Menschen ein gewisses Mass an Verständnis für die Ausführungsmethode des Grossen Werkes zutrauen soll. Ich nehme jedoch als selbstverständlich an, dass es in unserer Frage nicht um die Charaktereigenschaften geht. Alle Aspiranten wissen - und das ist ihnen durch die Jahrhunderte hin gelehrt worden -, dass ein klares Denkvermögen, ein reines Herz, Liebe zur Wahrheit und ein Leben des Dienstes und der Selbstlosigkeit oberste Vorbedingungen sind und dass dort, wo diese fehlen, alles andere nichts nützt und keines der grossen Geheimnisse mitgeteilt werden kann. Ihr könntet hier wohl sagen: Man hat uns auch gelehrt, dass es jene gibt, die in den vier Äthern wirken und zweifellos magische Taten vollbringen, und die doch diese so notwendige Reinheit und liebevolle Güte nicht besitzen, auf die hingewiesen wurde. Das ist zweifellos wahr; sie gehören zu einer Gruppe, die in der Materie wirken, die wir Schwarzmagier nennen; sie sind intellektuell hoch entwickelt und können die Mentalsubstanz oder den Denkstoff derart in Bewegung setzen, dass er auf der physischen Ebene objektiv in Erscheinung treten und ihr verborgenes Vorhaben ausführen kann. Über diese Gruppe gibt es viele Missverständnisse und krasse Unwissenheit. Das ist vielleicht [544] gut so, denn ihr Schicksal ist mit der künftigen Rasse, der sechsten, verknüpft, und ihr Ende und die Einstellung ihrer Tätigkeit wird in jenem fernen Äon eintreten, das wir technisch die Sechste Runde nennen. Der endgültige Bruch oder die Trennung zwischen den sogenannten schwarzen und weissen Kräften wird - für diesen besonderen Weltenzyklus - während der Epoche der sechsten Wurzelrasse in der gegenwärtigen Runde stattfinden. Gegen Ende der sechsten Wurzelrasse und vor dem Erscheinen der siebenten werden wir das wahre Armageddon erleben, über das so viel gelehrt worden ist. Ein kleiner Zyklus, der diesem endgültigen Kampf und Bruch entspricht, wird während der sechsten Unterrasse auftreten, die sich jetzt schon bildet. Der Weltkrieg, der gerade stattgefunden hat, und unser gegenwärtiger Zyklus des Absonderungsgeistes und des Aufruhrs bilden nicht das wirkliche Armageddon. Bei dem Krieg, von welchem uns im Mahabharata erzählt wird, und beim jetzigen Krieg lagen die Wurzeln des Elends und die Keime des Unglücks, das sie heraufbeschworen, das eine Mal in der niederen und das andere Mal in der höheren Astralwelt. Selbstsucht und Begierde niederen Grades waren die Impulse, die hinter beiden standen. Die kommende grosse Trennung wird ihre Wurzeln in der Mentalwelt haben und wird sich in der sechsten Unterrasse vollenden. In der sechsten Wurzelrasse werden die Keime für ein ungeheures Unglück in der gleichgeordneten Dreiheit von Denkvermögen, Astralität und physischer Natur liegen, wodurch ein kritischer Höhepunkt für die planetarische Dualität eintreten wird. Darüber hinaus brauchen wir nicht zu gehen, denn die Menschheit der sechsten Runde wird sich in ihrem Wesen von unserem so unterscheiden, und diejenigen, die sich in die schwarzen und weissen Kräfte trennen, werden von dem, was wir heute unter diesen Worten verstehen, so verschieden sein, dass wir uns mit diesem weit in der Zukunft liegenden Problem nicht zu beschäftigen brauchen.

Denkt daran, dass ein echter Schwarzmagier (ich meine hier nicht einen Menschen mit einer Neigung zur schwarzen Magie) eine seelenlose Wesenheit ist. Er ist ein Wesen, in dem das Ego - so wie [545] wir diesen Begriff heute verstehen - nicht vorhanden ist. Es wird oft übersehen und selten begriffen oder gesagt, dass sie daher auch nicht in physischen Körpern leben. Ihre Welt ist immer die Welt der Illusion. Sie wirken von der niederen Mentalebene aus auf den Begierdenstoff und auf die Begierdenkörper derer auf der physischen Ebene ein, die der Täuschung unterliegen, in den Banden ausserordentlicher Selbstsucht gehalten werden und ganz besonders egozentrisch sind. Was die Unwissenden einen Schwarzmagier auf der physischen Ebene nennen, ist lediglich ein Mann oder eine Frau, die einem echten Schwarzmagier gegenüber auf der Astralebene empfänglich sind oder die mit einem solchen in Verbindung stehen. Diese Beziehung ist nur dann möglich, wenn der Mensch viele Leben lang in Selbstsucht, niederen Begierden, verkehrtem intellektuellen Streben und Liebe zu niederem Psychismus verbracht hat, und auch das nur, wenn er sich freiwillig von ihnen in Bann halten liess. Solche Männer und Frauen gibt es wenige und nur ganz vereinzelt, denn unverfälschte Selbstsucht ist in der Tat selten. Wo sie besteht, ist sie ausserordentlich mächtig, wie alle zielbewussten Neigungen.

Der Schlüssel zu den Anforderungen mehr esoterischer Art wird uns in der dreizehnten Regel gegeben. «Der Magier muss die Vier erkennen». Er hat vermutlich einen guten Charakter aufgebaut. Er hat sich zum Dienst erzogen. Sein Streben ist echt und beständig. Er lebt rein und selbstlos. Er hat bis zu einem gewissen Grad die Bedeutung der Meditation erfasst. Er muss nun beginnen, sich in dem zu üben, was man «okkulte Erkenntnisse» nennt.

Diese Regel ist ein höchst interessantes Beispiel dafür, wieviele Bedeutungen und Entsprechungen in einigen einfachen Worten liegen können. Es heisst: «Er muss die Vier erkennen». Die «Abhandlung über kosmisches Feuer» sagt uns:

«Das bedeutet buchstäblich, dass der Magier in der Lage sein muss, zwischen den verschiedenen Äthern zu unterscheiden und die spezielle Färbung der einzelnen Bereiche zu beachten, um damit einen ausgeglichenen Aufbau des «Schattens» zu gewährleisten. Er «erkennt» [546] sie im okkulten Sinn; das heisst, er kennt ihre charakteristischen Merkmale und ihren «Schlüssel» und ist sich der besonderen Art von Energie bewusst, die sie verkörpern. Es ist noch nicht genug Nachdruck auf die Tatsache gelegt worden, dass die drei höheren Bereiche der ätherischen Ebene in Schwingungsverbindung mit den drei höheren Bereichen der kosmisch-physischen Ebene stehen, und dass sie (mit der sie umgebenden vierten Schichte) in den okkulten Büchern, die umgekehrte Tetraktys (Vierheit) genannt werden. Und eben dieses Wissen bringt den Magier in den Besitz der drei Arten planetarischer Kraft und deren Verbindung, oder der vierten Art, und macht so für ihn jene Lebensenergie frei, die seine Ideen in die sichtbare Erscheinung treiben wird. In dem Mass, in dem die verschiedenen Kräftetypen aufeinander treffen und zusammenfliessen, kleidet sich eine dunkle, schattenhafte Form in die schwingende, astrale und mentale Hülle, und die Idee des Sonnenengels erlangt eine deutliche Verdichtung.»

Der einleuchtende und ganz offensichtliche Sinn dieser Worte ist also die Erkenntnis der vier Äther, aber diese Erkenntnis ist wiederum abhängig von anderen Bedeutungen und beruht auf dem Erkennen anderer Vierheiten. Ich möchte eine kurze Zusammenfassung einiger für den weissen Magier erforderlichen Eigenschaften geben und einige der Erkenntnisse anführen, die allmählich in seinem Bewusstsein auftauchen.

Erstens muss er «die Vier erkennen, welche den Einen bilden».

Mit anderen Worten: die erste Vierheit, die er erkennen muss, und zwar gut kennen muss, ist jene, die er im Wesentlichen selbst ist:

1. Physischer Körper, emotionell-empfindende Natur, Denkvermögen und Seele.

2. Seele, Denkvermögen, Gehirn und die äussere Kräftewelt.

3. Geist, Seele und Körper innerhalb des grossen Ganzen.

Dies setzt voraus, dass man wirklich eine gewisse geistige Stufe erreicht hat und somit fähig ist, als Seele zu wirken. Solange man das noch nicht erreicht hat, kann man zwar ein Aspirant für die Praxis der weissen Magie sein, aber man ist noch kein weisser Magier.

Zweitens muss er «die viereckige Stadt, die unerschütterlich steht», erkennen. Er muss die Bedeutung des Wortes: «Der Mensch, der Würfel», verstehen, und zwar auf dreifache Art:

1. Sich selbst als ein Menschenwesen. [547]

2. Seinen Mitmenschen in Beziehung zu sich und zum Ganzen.

3. Das vierte Naturreich, das Menschenreich, indem er dieses ganze Reich als eine Wesenheit, als eine organische Lebenseinheit ansieht, die auf der physischen Ebene tätig ist, von der Seele bewohnt und vom Geist belebt wird.

Das bedeutet also, dass er als Mensch empfänglich ist gegenüber seinesgleichen, und sich auch des Zweckes dieses Reiches, dem er angehört, bewusst ist. Das kann am besten mit einigen wunderbaren Worten aus einer uralten Schrift in den Archiven der Meister ausgedrückt werden. Man sagt, dass ihr Ursprung bis zu den frühen atlantischen Zeiten zurückreicht. Das Material, auf dem sich die Schrift befindet, ist so alt und zerbrechlich, dass selbst die Meister nur eine Abschrift davon berühren und sehen können, denn das Original wird in Shamballa aufbewahrt. Sie lautet folgendermassen - mit gewissen Auslassungen, die besser nicht angeführt werden:

«An den vier Ecken des Quadrats sind die vier engelgleichen ... zu sehen. Sie sind orange, jedoch in rosiges Licht gehüllt. Innerhalb einer jeden Form erblickt man die gelbe Flamme und rund um jede Form die blaue ...

Vier Worte sprechen sie aus, eines für jede Menschenrasse, doch nicht den geheiligten Laut, der die siebente hervorbringt. Zwei Worte sind dahingegangen, vier erklingen heute. Eines erklingt in Reichen so hoch, dass der Mensch sie nicht als Mensch betreten kann. So also ertönen die sieben Worte des Menschen rund um das Viereck und wandern von Mund zu Mund.

An jedem Tag des Menschen nehmen die Worte Gestalt an und erscheinen verschieden. In ... werden die Worte wie folgt lauten:

Vom Norden her wird ein Wort intoniert, das bedeutet: ... sei rein!

Vom Süden her erschallt das Wort: Ich weihe mich und ...

vom Osten her kommt das Wort: es bringt ein göttliches Licht und schwingt um das Viereck: Liebe alles!

Vom Westen her widerhallt die Antwort: Ich diene!»

Das ist ein schwacher Versuch, diese uralten atlantischen Sätze in moderner Sprache auszudrücken, Sätze, die älter [548] als Sanskrit und Senzar [*D5], und nur ein paar Mitgliedern der gegenwärtigen Hierarchie bekannt sind. Aber in den Gedanken der Reinheit, der Hingabe, der Liebe und des Dienstes ist das Wesen und die Bestimmung des Menschen zusammengefasst, und man sollte sich daran erinnern, dass sie nicht sogenannte geistige Qualitäten repräsentieren, sondern mächtige okkulte Kräfte darstellen, die dynamische Antriebe geben und schöpferische Ergebnisse zeitigen. Darüber sollten alle Aspiranten sorgfältig nachdenken. Wir haben folglich, wenn wir diese vier zu der ersten geistigen Errungenschaft hinzufügen, fünf der erforderlichen Eigenschaften des weissen Magiers.

Drittens muss der weisse Magier das Kreuz erkennen, das in den Himmeln steht, und an das der kosmische Christus geschlagen ist; und auch der weisse Magier ist daran gekreuzigt, denn er ist eine Zelle im Körper des kosmischen Christus. Technisch und astrologisch gesprochen muss er in diesem gegenwärtigen Äon die innere Bedeutung des Stiers, des Löwen, des Skorpions und des Wassermanns verstehen lernen, denn sie haben Macht in unserem Weltenzyklus. Er muss, wenn ich es symbolisch und doch gleichzeitig genau ausdrücken darf, fähig sein, das endgültige Ergebnis auszusprechen, welches das Ziel seines Bemühens in jedem dieser vier Zeichen und unter jeder dieser vier Mächte ist. Im Stier muss er sagen können: «Ich suche Erleuchtung und bin selbst das Licht». Im Löwen wird er sagen: «Ich erkenne mich als den Einen. Ich herrsche nach dem Gesetz». Das Wort,

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Last updated Saturday, February 14, 1998           © 1998 Netnews Association. All rights reserved.