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Eine Abhandlung über Weisse Magie, Seite 460 ff. (engl.) |
entwickelt werden.
Mit den Worten «Das Licht der Intuition» wird uns jene besondere Energieart angedeutet, welche die Absicht, den Willen Gottes, den Plan verkörpert, so wie wir ihn ansehen. In den Worten «Das Licht der Seele» haben wir einen Ausdruck, der die Absicht, den Plan, den Willen jener Wesenheiten in sich schliesst, welche - in menschlicher Gestalt inkarniert und manchmal ausserhalb des Körpers wirkend - die Verantwortung dafür haben, dass die göttlichen Ideen in den vier Naturreichen verwirklicht werden. Das Menschenreich ist vor allem anderen das Ausdrucksmittel für das Universale Denken, und wenn die Söhne Gottes in menschlicher Gestalt vervollkommnet sind, dann werden die Probleme der natürlichen Welt zu einem grossen Teil gelöst sein. Die voll bewussten Gottessöhne, die um sich selbst wissen, während sie sich in der Menschenform befinden (und es gibt deren noch wenige), stellen tatsächlich das Gehirn des planetarischen Lebens dar. Es liegt eine wahrhaft okkulte Bedeutung in dem Ausdruck «das Licht werfen» auf ein Problem, einen Zustand oder eine Situation. In seiner eigentlichen Bedeutung kennzeichnet er die Offenbarung der dargebotenen Idee, des Prinzips, das der äusseren, sichtbaren Erscheinungswelt zugrunde liegt. Es ist die Erkenntnis der inneren, geistigen Wirklichkeit, welche die äussere, sichtbare Form hervorbringt. Das ist der Leitgedanke allen Wirkens in symbolischer Art. Die Ermittlung der Formeln, die Anfertigung der subjektiven Skizzen oder Pläne für die intuitive Einwirkung und für die intensive Tätigkeit auf der Mentalebene, - all dies ist die alleinige Aufgabe der organisierten planetarischen Hierarchie. Der zweite Abschnitt des Werkes wird von jenen Arbeitern durchgeführt, die in bewusstem Zusammengehen mit der Hierarchie die wahre Natur dieses Werkes in den drei Welten menschlicher Evolution dartun. Sie bringen den Kern der Idee und den keimhaften Begriff zum äusseren, vollendeten Dasein, indem sie richtig denken, das Verlangen erwecken [461] und die rechte öffentliche Meinung nähren. So bringen sie die nötige physische Tätigkeit zustande. Aspiranten, Gruppenleiter und Denker in allen Teilen des Erdballs können für diese Arbeit zur Verfügung stehen, vorausgesetzt, dass ihr Denken unvoreingenommen und konzentriert ist. Je nach der Einfachheit ihres Weges zur Wahrheit, entsprechend der Klarheit ihrer Gedanken, ihres Gruppeneinflusses und ihres allumfassenden Erkenntniszustandes sowie entsprechend ihrer Fähigkeit zu lang anhaltender Bemühung wird die äussere Form der inneren Idee und der geistigen subjektiven Wirklichkeit nahekommen. Was ich hier klarzumachen versuche, ist, dass der Durchschnittsleser dieser Unterweisungen mit den Formeln nichts zu tun hat. Diese werden von den grossen Wissenden erfasst und verstanden, die hinter dem Evolutionsgang stehen und für dessen planvolle Wirksamkeit verantwortlich sind. Die Hierarchie der Meister, der älteren Eingeweihten und Jünger macht stetig Fortschritte in der Arbeit, ist aber nach dem Gesetz von jenen auf der physischen Ebene abhängig, welche die äusseren Formen hervorbringen sollen. Wenn diese keine Reaktion zeigen, kommt es zu Verzögerungen oder zu einem ungenauen, falschen Aufbau; wenn sie Fehler machen, geht Zeit und Energie verloren und wieder gibt es Aufschub; wenn sie das Interesse verlieren und zu arbeiten aufhören, oder wenn sie hauptsächlich an ihren eigenen Angelegenheiten und Persönlichkeiten interessiert sind, muss der Plan warten, und die Energie, die sonst zur Lösung menschlicher Probleme und für die Führung der Menschheit benutzt werden könnte, muss ihren Abfluss in anderen Richtungen finden. Es gibt niemals einen Stillstand im Schöpfungsprozess; die Energie, die mit dem Pulsschlag des Einen Lebens ausströmt, und deren rhythmische und zyklische, niemals endende und niemals ruhende Wirksamkeit muss irgendwo nutzbringend verwendet werden und den Weg in irgend eine Richtung finden, was oft (wenn der Mensch seine Pflicht versäumt) katastrophale Folgen hat. Man wird entdecken, dass das Problem der Katastrophen - zum Beispiel die Ursache der ständig zunehmenden Insektengefahr - mit dem Einströmen ungenutzter und unerkannter Energie zu tun [462] hat, die in der rechten Weise geleitet werden könnte und für rechte Absichten und zur Förderung des Planes brauchbar wäre, wenn die Aspiranten und Jünger der Welt ihre Gruppenverantwortlichkeit auf sich nehmen, ihre Persönlichkeiten aufgeben und rechte Erkenntnis gewinnen würden. Die Menschheit muss fleissiger und einsichtsvoller an der Erfüllung ihrer wahren Bestimmung und an ihren karmischen Verpflichtungen arbeiten. Wenn einmal die Menschen universell mit den Bewahrern des Planes in Verbindung stehen, und wenn ihr Denken und ihre Gehirne vom Licht der Intuition, der Seele und des universalen Denkens erleuchtet sind, wenn sie sich schulen können, einsichtsvoll auf die zeitgemässen Impulse zu reagieren, die zyklisch von der inneren Seite des Lebens ausgehen -, dann werden sich Leben und Form immer mehr aneinander anpassen, und die Weltzustände werden sich rasch bessern. Es ist beachtenswert und interessant, dass sich die Reaktion der weiter fortgeschrittenen Menschensöhne auf die Formeln, die von den Wissenden übersetzt und übermittelt werden, zuerst in der Herstellung rechter Beziehungen zwischen den vier Naturreichen und rechter Beziehungen zwischen Einzelmenschen und Gruppen in der Menschengemeinschaft auswirken wird. Ein Schritt in dieser Richtung wird jetzt getan. Die Beziehungen zwischen den Tätigkeitsbereichen, die wir als menschlich, tierisch, pflanzlich und mineralisch bezeichnen, sind jetzt schlecht geordnet, da die Energie der Materie der hauptsächlich herrschende Faktor ist. Im Menschenreich zeigt sich das Wirken dieser Energie in dem, was wir Selbstsucht oder Egoismus nennen. Im Tierreich macht sie sich als das bemerkbar, was wir Grausamkeit nennen, obgleich dort, wo das Gefühl der Verantwortlichkeit nicht vorhanden ist und man nur instinkthafte und vorübergehende elterliche Verantwortung antrifft, solche Kritik nicht am Platze ist. Im Pflanzenreich kommt diese schlechte Anpassung in der jetzigen planetarischen Epoche des Missbrauchs als Krankheit zum Ausdruck. Erstaunt euch das? Krankheit hat ihre Wurzeln vorwiegend in mangelnder Angleichung und missgeleiteter Kraft im Pflanzenreich; das wirkt auf das Tier- und Mineralreich ein, und folglich auch [463] auf das Menschenreich. Der Beweis dafür liegt noch zu weit in der Zukunft, aber wenn man diesen Zustand verstehen lernt, wird sich die Aufmerksamkeit der Forscher gerade auf dieses Naturreich konzentrieren müssen, und so wird das Problem, wie man die Krankheit ausrotten kann, schliesslich seine Lösung finden. II. Er muss die Worte aussprechen, die ihnen sagen, was zu tun ist, und wohin das, was geschaffen wurde, zu bringen ist. Im Zusammenhang mit dieser Regel wollen wir beachten, dass sie nur insofern Macht hat, als der «mit dem Gesetz Wirkende» mit der inneren Realität in sich, mit der Seele in Verbindung steht. Es ist wesentlich, dass die Seele durch ihn bei vollem Wachbewusstsein wirken sollte. Die Seele spricht die Worte aus. Die Seele verkündet den mystischen Spruch, aber es ist die Seele als Herrscher oder Regent über den Mechanismus, den Formapparat. Diese Beherrschung ist nur möglich, wenn Gehirn, Denkvermögen und Seele harmonisch aufeinander abgestimmt sind. Wieder muss man berücksichtigen, dass diese Regel, die das schöpferische Wirken aufzeigt, auf jeden Schöpfungsprozess anwendbar ist, - sei er nun makrokosmischer oder mikrokosmischer Art, ob es sich nun um Gott als den Schöpfer unseres Sonnensystems handelt, um die Seele als den Schöpfer des menschlichen Mechanismus, oder um den Menschen, der versucht, die Methode des magischen Wirkens zu meistern und so, zu einem Schöpfer von Formen in seinem eigenen kleinen Bereich zu werden. Alle müssen die wahre Bedeutung der Regel herausarbeiten, denn Gott wirkt nach dem Gesetz seines Wesens, und dieses Gesetz zeigt sich uns in Gestalt der Naturgesetze. In dem Satz, den wir hier betrachten, sind die Gedanken geordneter Tätigkeit und eines bewussten, zweckbestimmten, sinnvollen Zieles enthalten. Derjenige, der irgendeine Form erbauen will, ist vor allem Herrscher über Lebewesen und Richter über die Schicksale bestimmter Wesenheiten. Mit diesem Gedanken wird Licht geworfen auf das Problem des freien Willens und auf das Gesetz von Ursache und Wirkung. Man darf jedoch nicht vergessen, dass das Mysterium der Ursachen in vergangenen Universen verborgen liegt - die zu ihrer Zeit alle «von Gott bewohnte Formen» waren. [464] Für uns kann es so etwas wie eine reine Ursache nicht geben, sondern nur das Hervortreten grosser Hauptwirkungen. So wie uns eine solche Realität wie die «reine Vernunft» vollständig unbegreiflich und unerreichbar ist, genau so ist es auch mit der «reinen Ursache». Diese Faktoren stammen aus der Zeit vor unserem Sonnensystem, und deshalb lohnt sich ein Nachgrübeln darüber nicht. Dieses Sonnensystem ist ein System der Wirkungen, die ihrerseits wieder Ursachen schaffen. Nur in der Menschengemeinschaft und nur unter denjenigen, die bewusst die Denkkraft anwenden, werden Ursachen irgendwelcher Art erzeugt. Alle Ursachen, die durch irgendein Denkprinzip ins Leben gerufen werden, das bewusst wirkt und klar denkt, setzen einen Denker voraus, und das ist grundsätzlich der Standpunkt der okkulten Wissenschaften. Unser Sonnensystem ist eine Gedankenform, die aber nur so lange ein reales Dasein hat, als der Gedanke besteht. Alles, was ist, bildet einen Teil der Ideenströme, die von dem göttlichen Denker ausgehen. Alle Gedanken sind ein Teil des göttlichen Stroms. Die Menschenmassen denken nicht und erzeugen also auch keine Ursachen, die zu gegebener Zeit ihre Wirkungen zeitigen müssten. Ihr fragt, wo dann die Wahrheit der in vielen okkulten Büchern aufgestellten Behauptungen liegt, dass nämlich die Tendenz eines Lebens oder eines Zyklus von Inkarnationen notwendigerweise in die Zukunft weist, und dass die Ursachen, die in einem Leben angebahnt werden, sich in einem anderen als Wirkungen zeigen? Da, wo die Leben vorwiegend emotionell und physisch orientiert sind, ist es nicht ein einzelnes Leben, das die Gangart bestimmt, sondern die Gruppe von Leben, die gleichzeitig miteinander in Wechselbeziehung stehen, und dies legt die Zukunft in gewissen Richtungen im voraus fest. Das gilt immer und ewig für alle Menschenwesen auf einer gewissen Ebene bewusster Entwicklung, wo sie von Massenideen hin- und hergerissen und gedankenlos durch Tradition und öffentliche Meinung geformt werden, wo sie unbefangen in egoistischen Interessen aufgehen und nicht selbst die Gelegenheit ergreifen, sondern sich von der Flut der Evolution vorwärts treiben lassen. Es [465] handelt sich um eine Form von Gruppentätigkeit (bei Gruppen, die durch die Schwingung physischer und astraler Formen beherrscht werden), welche jene Merkmale und Tendenzen erzeugt, aus denen sich die Situation und die Umweltbedingungen ergeben. In dieser Erkenntnis liegt das Geheimnis des rassischen und nationalen Karmas und der entsprechenden Zustände verborgen. In diesen Gruppen ist der normal fühlende, tätige Mensch eingebettet, und aus diesem Versunkensein muss er den Weg dadurch herausfinden, dass er sein Denkvermögen entdeckt und benutzt. Der Instinkt muss dem Intellekt weichen. Über ganze Lebenszyklen hin inkarnieren sich Gruppen von Seelen, da sie von materiellen Formen angezogen werden. Diese anziehenden Energien wurden früher von der Seele benutzt - um schliesslich abgeworfen und aufgelöst zu werden. Im ersten Falle zieht die Kraft der Form die Seele in die Inkarnation, denn in der ersten Hälfte des Evolutionsprozesses ist die - in einem vorhergehenden Sonnensystem schon stark durchgebildete - Materie der beherrschende Faktor. Später steigt - wie wir wissen - der Geist auf die Schultern der Materie. Das Wechselwirken zwischen Geist und Materie ist jetzt so umfangreich und stark geworden, dass es zu einer der Haupterfahrungen der Seele wird, wenn sie das Stadium erreicht, in dem der Zug der Materie zu schwinden beginnt, und die Seele Abstand zu nehmen lernt. Dies ist die Erfahrung, welche die Menschheit jetzt durchmacht, - also wieder eine Gruppentätigkeit auf einer höheren Runde der Spirale. Weitläufige Verallgemeinerungen sind in der Tat sicherer, als die ins Einzelne gehenden und häufig irrtümlichen Mitteilungen über die Regeln, nach denen Annahme und Verlassen der Form vor sich gehen; solche Regeln kann man in einem Grossteil unserer kindischen Literatur finden. Aber selbst diese Verallgemeinerungen sollten mit viel Misstrauen betrachtet werden. Tatsächlich festgestellt werden kann lediglich, dass nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung Geist und Materie sich vereinigten, und so die Welten geschaffen wurden. Nach dem gleichen Gesetz wurden Formen erschaffen und wurden zu materiellen Äusserungen des Lebenstriebes. Sie wurden in die Inkarnation und aus ihr heraus getrieben in Übereinstimmung mit einem rhythmisch-zyklischen Pulsschlag, der in noch früheren Sonnensystemen ins Leben gerufen wurde, als in demjenigen, das dem unseren unmittelbar voranging. Es erschienen und verschwanden Gruppen von Formen, die beinahe völlig von ihrem Gruppenzusammenhang und [466] ihrer Gruppenschwingung beherrscht wurden. So schritt das Leben weiter durch die elementaren oder involutionären Reiche, durch die drei niederen Naturreiche und weiter bis in das Menschenreich. Auf den niederen Menschenstufen und auf der Stufe des Tiermenschen regiert die gleiche Gruppenwirksamkeit, nur werden es (wie in den involutionären Reichen) immer kleinere und kleinere Gruppen in dem Mass, in dem die Einzelwesen - eines nach dem anderen - die Stufe der wahrhaft selbstbewussten Individualität erreichen und als Seelen zu wirken beginnen. Dann werden sie nicht nur Schöpfer mit der Kraft, allein zu stehen, mit der Fähigkeit klaren Denkens und genauen Schauvermögens, sondern sie beweisen auch, dass sie die schöpferische Kunst oder die Fähigkeit zu schöpferischer Imagination besitzen. Sie gehen durch ein Leben der Selbstgenügsamkeit nach dem anderen, in denen die Persönlichkeit entwickelt und benutzt wird; dann beginnen sie, ihre subjektive Gruppe zu finden, die schliesslich in ihrem Bewusstsein an die Stelle der äusseren, materiellen Gruppen tritt. So kommen sie wieder zum Gruppendasein, nur diesmal mit voller Bewusstheit und Selbstbeherrschung. In der Gruppe, mit der sie sich subjektiv verbunden fühlen, treffen sie jene an, die mit ihnen auf der früheren Massenstufe gearbeitet hatten; sie wirken also in enger Verbindung mit jenen, die ihnen am nächsten gestanden hatten und mit ihnen in dem grossen Lebenszyklus verbunden gewesen waren. |
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Last updated Saturday, February 14, 1998 © 1998 Netnews Association. All rights reserved. |