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Eine Abhandlung über Kosmisches Feuer, Seite 759 ff. (engl.) |
c. die Erschliessung des ätherischen Sehvermögens. Weitere Mitteilungen über die Pläne der Grossen sind nicht gestattet. Sie werden nicht alle zu gleicher Zeit erscheinen, denn die Menschen würden den ungeheuer verstärkten Kraftzustrom nicht aushalten können; und die Anerkennung ihrer selbst und ihrer Methoden wird von der Intuition und der Schulung der inneren [760] Sinne abhängen. Sie kommen ohne Fanfaren, nur ihre Werke werden sie verkünden. E. Impuls und Inkarnation. Diese sehr schwierige Frage der Inkarnation von Jivas, Adepten und Avatars wird dem Leser vielleicht etwas klarer werden, wenn er folgendes im Sinn behält: 1. Ein gewöhnlicher Mensch bringt den dritten Aspekt der intelligenten Aktivität in seinem Persönlichkeitsleben zum Ausdruck und entwickelt bewusst den zweiten Aspekt oder die Manifestation des Egos auf der physischen Ebene. 2. Ein Adept bringt in seiner Inkarnation sowohl den zweiten als auch den dritten Aspekt voll zum Ausdruck und beschäftigt sich in seinem eigenen Innenleben mit der Entwicklung des ersten Aspekts, d.h. er ist bemüht, dem Leben der Monade zu bewusster Betätigung auf der buddhischen Ebene zu verhelfen. 3. Ein Avatar bringt je nach seinem besonderen Karma eines der beiden folgenden Lichter zum Ausdruck: a. Das reine Licht der Monade, das er aufgrund der Vollkommenheit seines Egos und seiner Persönlichkeit bis zur physischen Ebene herunter zum Durchbruch bringt. Die Kraftlinie erstreckt sich dabei ununterbrochen von den monadischen Stufen bis zur physischen Ebene. b. Das Licht des Logos selbst im einen oder anderen Aspekt. Dieses Licht wird bewusst auf dem Weg über die Monade vom planetarischen Logos oder sogar vom Sonnenlogos selbst direkt bis auf die physische Ebene übertragen. In den ersten beiden Fällen ist der Wunsch nach empfindungsfähigem Dasein oder das Verlangen, der Menschheit zu dienen, der Beweggrund zu physischer Manifestation (im einen Fall durch die Kraft der Evolution selbst und im anderen durch einen bewussten Willensakt). Der Wunsch nach empfindungsfähigem Dasein ist nichts anderes, als der latente zweite Aspekt, der durch das Nichtselbst zum Ausdruck zu kommen sucht, während im anderen Fall der bereits manifestierte zweite Aspekt die Form bewusst als Mittel zum Zweck benutzt. Bei allen [761] Avatars ist es der Willensaspekt, der zum Ausdruck kommt und zur äusseren Erscheinung führt - entweder der Wille des vollendeten Adepten, wie z.B. des Buddhas Selbst, oder aber (wie im Fall des wahren Avatars, der zwar Avatar, aber selbst noch unvollendet ist) der Wille des planetarischen Logos oder des Sonnenlogos, der zu einem bestimmten Zweck Form annimmt. Dazu gehört ein höherer Grad von schöpferischer Fähigkeit als der, den ein Adept bei der Erschaffung seines Manifestationskörpers oder Mayavirupas [*C252] beweist. Die Begriffe «Aneignung eines physischen Körpers» und «Erschaffung eines physischen Körpers» müssen auf alle Ebenen des Sonnensystem ausgedehnt werden und gelten nicht nur für unsere physische Ebene, die siebte Unterebene der kosmisch-physischen. Drei Ursachen bewirken gemeinsam eine Inkarnation: 1. Egoischer Impuls. 2. Die Tätigkeit der solaren und lunaren Engel. 3. Karma oder die Rolle, die vorheriges Handeln bei der Erzeugung einer Erscheinungsform spielt. Sie lassen sich im Rahmen unserer Betrachtung kaum voneinander trennen, und zwar wegen der angeborenen Konstitution des egoischen Körpers selbst, und weil das innewohnende Bewusstsein eine massgebende Rolle spielt, wenn es aufgrund eines Willensaktes eine Erscheinungsform hervorbringt. Wir wollen uns deshalb kurz ins Gedächtnis zurückrufen, was wir über den egoischen Körper und dessen Konstitution gelernt haben und dann die Schritte verfolgen, die das Ego unternimmt, um in den drei Welten Ergebnisse zu erzielen. Wie schon erwähnt, befindet sich der egoische Lotos auf der dritten Unterstufe der Mentalebene, und der Leser sollte sich in folgender Weise ein Bild davon machen: Im Zentrum oder Herzen des Lotos verborgen befindet sich ein glänzender Punkt von bläulich-weissem, elektrischem Feuer (das Juwel [762] im Lotos), umhüllt und gänzlich überdeckt von drei eng gefalteten Lotosblättern. Um diesen Kern oder innere Flamme herum gruppieren sich neun Blätter in drei Ringen von je drei Blättern. Diese Lotosblätter bestehen, so, wie die inneren drei, aus der Substanz der Sonnenengel - einer Substanz, die nicht nur empfindungsfähig ist, wie das auch bei der Substanz der Formen in drei Welten und bei den lunaren Körpern der Fall ist, sondern die obendrein die Qualität des «Ich-Seins» oder Eigenbewusstseins aufweist, mit deren Hilfe die geistige Einheit im Zentrum Wissen, Gewahrsein und Selbsterkenntnis zu erwerben vermag. Diese neun Lotosblätter weisen eine vorwiegend orangegelbe Färbung auf, obwohl auch sechs andere Schattierungen von verschiedener Stärke als Sekundärfarben zu erkennen sind. Die drei inneren Blätter sind von wunderschöner, zitronengelber Färbung. Am unteren Ende der Lotosblätter befinden sich die drei Lichtpunkte, welche die Lage der permanenten Atome kennzeichnen und den Verkehr zwischen den Sonnenengeln und den lunaren Pitris ermöglichen. Mit Hilfe dieser permanenten Atome kann das Ego je nach seiner Evolutionsstufe seine lunaren Körper erbauen, auf den drei niederen Ebenen Kenntnisse erwerben und sich auf diese Weise Erfahrung verschaffen und gewahr werden. Auf einer höheren Windung der Spirale erwirbt die Monade durch die egoischen Blätter und mit Hilfe der Sonnenengel Kenntnisse und erlangt auf noch höheren Stufen ebenfalls Gewahrsein Das Licht innerhalb dieser permanenten Atome hat einen dunkelroten Schein, und so kommen also alle drei Feuer im Kausalkörper zum Ausdruck - elektrisches Feuer im Zentrum, Sonnenfeuer um dieses Zentrum herum, gleichwie die Flamme den inneren Kern oder die innere Essenz in einem Kerzenlicht umschliesst, und Reibungsfeuer, welches dem rotglühenden Docht gleicht, der am unteren Ende der höheren Flamme liegt. Diese drei Arten von Feuer auf der Mentalebene erzeugen durch ihr Zusammentreffen und ihre Vereinigung im egoischen Körper - mit der Zeit eine Strahlung oder Wärme, die von allen Seiten des Lotos ausströmt und jene sphärenartige Gestalt annimmt, die man verschiedentlich beobachtet hat. Je höher das Ego [763] entwickelt ist und je mehr die Lotosblätter sich entfaltet haben, um so grösser ist die Schönheit der umgebenden Sphäre und um so zarter ihre Färbung. In den Frühstadien gleich nach der Individualisierung hat der egoische Körper das Aussehen einer Knospe. Das elektrische Feuer im Zentrum ist noch nicht sichtbar, und alle neun Lotosblätter sind noch eng über den inneren drei geschlossen; die orangegelbe Färbung ist ohne jeden Glanz, und die drei Lichtpunkte an der Basis sind bloss Punkte und weiter nichts; das Dreieck, das späterhin als Verbindung zwischen diesen Punkten erscheint, kommt noch nicht zum Ausdruck. Die umgebende Sphäre ist farblos und nur in Gestalt von wellenförmigen Schwingungen erkennbar (wie Wellen in der Luft oder im Äther), und reicht kaum über den äusseren Umriss der Blätter hinaus. Wenn einmal die dritte Einweihung erreicht ist, hat eine wundersame Wandlung stattgefunden. Die äussere Sphäre vibriert in allen Farben des Regenbogens und strahlt weithin aus; die in ihr kreisenden Ströme von elektrischer Energie sind so gewaltig, dass sie über die Peripherie des Kreises hinaus entweichen und den Strahlen der Sonne ähneln. Die neun Lotosblätter sind voll entfaltet und bilden eine anmutige Einfassung für das innere Juwel; ihre orangegelbe Farbtönung ist nunmehr von bezaubernder Durchsichtigkeit, die von vielen Farben und besonders von der des egoischen Strahls durchleuchtet wird. Das Dreieck an der Basis sprüht jetzt voller Leben, und die drei Punkte sind zu kleinen Feuerherden geworden, die dem Blick des Hellsehers als siebenfältige Lichtstrudel erscheinen, die ihr Licht von einem Punkt des sich schnell bewegenden Dreiecks zum anderen kreisen lassen. Wenn erst die vierte Einweihung erreicht ist, hat sich die Tätigkeit dieses Dreiecks dermassen gesteigert, dass es schon eher einem schnell kreisenden Rad ähnelt. Es hat einen vierdimensionalen Charakter angenommen. Die drei Blätter im Zentrum beginnen sich zu öffnen und enthüllen das «flammende Juwel». Wenn der Hierophant bei dieser Einweihung den elektrischen Machtstab anwendet, werden die drei Feuer plötzlich durch ein Herabströmen von elektrischer oder positiver Kraft angefacht, die von der Monade [764] herrührt; infolgedessen flammen die Feuer auf und vereinigen sich. Das führt zur Zerstörung der gesamten Sphäre, zur Zerstreuung jeder Formerscheinung und zu einem Augenblick des Gleichgewichts oder des Stillstands, in dem die «Elemente von glühender Hitze verzehrt» werden. Der Augenblick höchster Ausstrahlung wird bewusst erfahren. Dann sammeln die grossen Sonnenengel - unter Anwendung eines gewissen Machtwortes - das Sonnenfeuer wieder in sich zusammen und bewirken dadurch die endgültige Zerstreuung der Form, also die Trennung des Lebens von der Form; das Feuer der Materie kehrt in das allgemeine Sammelbecken zurück, und die permanenten Atome und der Kausalkörper sind nicht mehr vorhanden. Das innere elektrische Feuer findet in Atma-Buddhi seinen Sammelpunkt. Der Denker oder die geistige Entität ist frei von den drei Welten und betätigt sich bewusst auf der buddhischen Ebene. Zwischen diesen beiden Stadien der schlummernden (wenn auch selbstbewussten) Trägheit und jener strahlenden Aktivität, die zum Ausgleich der Kräfte führt, liegt eine lange Reihe von Leben. Im Lauf unserer Betrachtung der Jivas und ihrer Inkarnationen haben wir kurz folgende drei Themen berührt: a. Avatars, in der Absicht, dadurch mit verwirrten Auffassungen aufzuräumen, die im Denken vieler Schüler in bezug auf gewisse Arten von Erscheinungen anzutreffen sind. In unserer gegenwärtigen Betrachtung wollen wir uns mit diesem Vorgang nur insoweit befassen, als er für den gewöhnlichen Menschen in Frage kommt. b. Pralayas, in der Absicht, im Denken des Schülers eine Vorstellung von den Ruhepausen zu erwecken, die von entsprechenden Perioden der Betätigung abhängig sind. c. Die Erscheinung des egoischen Körpers und dessen allgemeine Gestaltung, in der Absicht, den Schüler mit der Tatsache vertraut zu machen, dass die Evolution auch diesen Körper und nicht bloss die menschlichen Formen in den drei Welten beeinflusst. Dabei handelt es sich um eine wechselseitige Beeinflussung, und in dem Mass, in dem sich das niedere Selbst entwickelt und die Persönlichkeit sich stärker und mit wachsender Intelligenz betätigt, stellen sich entsprechende Resultate auch in dem höheren Körper ein. Da diese Wirkungen sich im höheren Träger anhäufen und nicht, wie beim [765] niederen, nur kurzlebig sind, erhöht der egoische Körper ebenfalls seine Tätigkeit und vermehrt seinen Ausdruck an Energie. Gegen Ende der Evolutionsperiode in den drei Welten kommt es zu einem ständigen Austausch von Energie; die niederen Formen werden von Licht durchstrahlt und spiegeln den höheren Strahlenglanz wider; der egoische Körper ist die Sonne des niederen Systems, und dessen Träger spiegeln seine Strahlen wider, ebenso, wie der Mond das Sonnenlicht widerspiegelt. In ähnlicher Weise leuchtet die egoische Sonne - aufgrund von wechselseitiger Einwirkung - mit wachsender Stärke und Herrlichkeit. Auf den höheren Stufen findet ganz vorübergehend eine ähnliche Wechselwirkung zwischen der Monade und ihrem Abbild, dem Ego, statt, aber sie wird erst im nächsten Sonnensystem zu ihrem logischen Abschluss gebracht werden. Nachdem wir somit ganz kurz diese drei Themen behandelt haben, können wir jetzt näher auf das Verfahren eingehen, wie das Ego seine Manifestation in den drei Welten bewerkstelligt. Wenn wir über diese Vorgänge nachdenken, wollen wir uns bemühen, diese stets im Sinn von Energie und von Kraft auszulegen. Der alte Kommentar sagt: «Wenn der Funke mit den vier Dochten in Berührung gebracht wird und das geistige Feuer in seiner dreifältigen Essenz mit dem zusammengerät, was entzündbar ist, dann bricht die Flamme hervor. Matt flackert sie bei ihrem ersten Aufleuchten und es scheint, als wolle sie wieder verlöschen, aber die Dochte schwelen und glimmen, und die Hitze bleibt erhalten. Dies ist der erste, der sogenannte Zyklus des glühenden Rades. Das Flackern wächst zur winzigen Flamme und die vier Dochte brennen, werden jedoch nicht verzehrt, denn dazu reicht die Hitze nicht aus. Das Licht dieser drei Feuer ist noch so klein, dass es die Höhle nicht erleuchtet. Immerhin kann der Eine, der sich nähert und beobachtet, die Flamme und die Hitze ihrer Essenz bereits verspüren. Dies ist der zweite, der sogenannte Zyklus des erwärmenden Rades. Die winzige Flamme wird zu einer leuchtenden Lampe. Das Feuer lodert auf, aber es raucht stark, denn die Dochte brennen schnell und die Hitze ist gross genug, um sie eilends zu zerstören. Die inmitten der Dunkelheit befindliche Lampe zeigt die undurchdringliche Schwärze der Umgebung an; Licht und Wärme werden fühlbar. Dies ist der dritte, der sogenannte Zyklus des erleuchteten Rades. Die vier [766] Dochte und die Flamme erscheinen als Einheit, der Rauch ist nahezu verschwunden und man sieht fast nur noch die Flamme. Die Höhle selbst ist erleuchtet, obwohl die Lampe noch sichtbar bleibt. Diesen vierten Zyklus nennt man die Stunde des flammenden Rades. Dann kommt der letzte Zyklus, in dem selbst die Lampe verbrennt und von der |
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Last updated Saturday, February 14, 1998 © 1998 Netnews Association. All rights reserved. |