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Eine Abhandlung über Kosmisches Feuer, Seite 726 ff. (engl.)
erscheint nur zur Zeit der Einweihung eines planetarischen Logos. Die Anzahl von Einweihungen, die ein planetarischer Logos in unserem System durchzumachen hat, schwankt zwischen zwei und vier.

3. Interplanetarische Avatars. Sie bilden eine sehr interessante Gruppe und widmen sich hauptsächlich drei Aufgaben:

Erstens überwachen sie die Überführung von Krafteinheiten oder egoischen Gruppen von einem Grundpläne zum anderen (aber nicht die von individuellen Einheiten von Kette zu Kette). Sie erscheinen gewöhnlich zweimal in der Geschichte eines Grundplanes. Obwohl sie als physischen Körper kein gröberes Material als atmische und buddhische Substanz anzunehmen vermögen, wirken sie durch Impulse in mentaler Materie und bewerkstelligen dadurch diese Gruppen-Überführungen. Sie selbst werden in drei Gruppen ein

geteilt:

a. Diejenigen, welche die Überführung von den geringeren Grundplänen oder Strahlen auf den dritten Hauptstrahl bewirken; ihr Ziel ist die Verschmelzung der polaren Gegensätze in den geringeren Grundplänen, bis nur mehr einer [727] übrigbleibt, und sodann die Überführung des Lebens und der Qualität dieses einen Grundplanes auf den dritten Strahl.

b. Diejenigen, welche sich mit der Überführung und wechselseitigen Einwirkung der Lebenskräfte innerhalb der drei Hauptstrahlen befassen.

c. Diejenigen, welche am Ende des Zeitalters die endgültige systemische Überführung vollziehen.

Zweitens gibt es gewisse Avatars von der vierten Schöpferischen Hierarchie, die aus esoterischen und uns unverständlichen Gründen ihre eigene Hierarchie verlassen und in der einen oder anderen Deva-Hierarchie erscheinen. Das geschieht nur einmal in der Geschichte jedes Grundplanes, nämlich zur Zeit seiner dichtesten physischen Erscheinungsform, und steht mit der Überführung von Deva-Impulsen von einem Grundpläne zum anderen in Zusammenhang. Sie bewirken auf diese Weise das Erscheinen eigenbewusster Einheiten, da sie die Urverkörperung des in jedem Atom der Deva-Substanz latent ruhenden Eigenbewusstsein sind. Sie bestimmen den Devatypus jedes einzelnen Grundplanes.

Drittens erscheint einmal in der Geschichte jedes Grundplanes ein Avatar von der Konstellation Steinbock auf mentalen Stufen. Diese Stufe ist die niedrigste, auf der diese interplanetarischen Gottheiten erscheinen. Weiter lässt sich darüber nichts sagen. Das «Mysterium des Steinbocks» liegt darin verborgen. Dieser Avatar tritt in der dritten Runde der dritten Kette in Erscheinung und verschwindet in der fünften Runde der vierten Kette.

Diese interplanetarischen Avatars treten als Produkte weit früherer Weltperioden erst dann in unserem System auf, wenn dessen Zustände hinreichend verfeinert sind, um ihr Erscheinen möglich zu machen. Sie sind die Nirmanakayas eines früheren solaren Zyklus, die jetzt erneut die Gelegenheit wahrnehmen, um (durch äussere Betätigung in physischer Manifestation) bestimmte unerledigte Aufgaben durchzuführen.

4. Planetarische Avatars. Sie kommen von dem planetarischen Logos her, der den Mittelpunkt eines Grundplanes bildet, und verkörpern seinen Willen und Zweck. Es gibt zwei Arten davon. [728] Die erste Art ist eine Manifestation des planetarischen Logos selbst, und zwar im ätherisch-physischen Bereich und für die Dauer einer festgesetzten Zeitperiode. Dazu gehört unbedingt, dass einer der Kumaras einen physischen Körper annimmt. Solch ein Avatar ist Sanat Kumara, der zusammen mit den drei anderen Kumaras, die vier Prinzipien der planetarischen Quaterne verkörpert. Sanat Kumara ist im wahrsten Sinn des Wortes die Inkarnation des Regenten des Strahls; er ist der Schweigsame Beobachter, das grosse Opfer zugunsten der Menschheit [*C242].

Wie eben erwähnt, gibt es ausser Sanat Kumara noch drei Entitäten, welche die planetarischen Prinzipien verkörpern. Sie sind (vom gegenwärtigen Standpunkt aus) die dynamische Energie, welche die drei niederen Naturreiche zusammenhält, wenn man diese als Einheiten und nicht als Absonderungen betrachtet. Sie stehen in enger Verbindung mit dem Energie-Aspekt der drei früheren Ketten, und sie bedurften nur der Hilfe eines interplanetarischen Avatars (bei der Herstellung des Dreiecks, das die Individualisierungsperiode in Lemuria einleitete), um die Fähigkeit zu erlangen, ätherische Körper anzunehmen und unter den Menschen zur Inkarnation zu kommen. Sie dienen als Brennpunkte der Energie des planetarischen Logos auf dessen eigener Ebene. Der erste Kumara ist in geheimnisvoller Weise die Energie, welche Eigenbewusstsein in der menschlichen Familie erzeugt. Die drei anderen Kumaras oder Buddhas der Aktivität dienen in ähnlichem Sinn als Brennpunkte für die Energie, welche die drei niederen Naturreiche beseelt und deren verschiedene Bewusstseinsstufen hervorbringt. Es ist nicht möglich, dieses grosse Mysterium noch klarer auszudrücken, aber wenn der Leser diese wenigen Andeutungen mit denen verbindet, die schon früher in der Geheimlehre gemacht wurden, dann könnte sich das Mysterium der «Heiligen Vier» im Sinn von Energie und Evolution einigermassen erklären lassen.

Die Zeiten und Perioden ihres Erscheinens sind verschieden, je nach dem Karma des betreffenden Strahlen-Regenten; über diese [729] grossen Zyklen und Inkarnationsperioden darf dem unverpflichteten und uneingeweihten Leser nichts Näheres mitgeteilt werden.

5. Menschliche Avatars. Mit ihnen hat H. P. B. sich eingehend befasst, und ihren Mitteilungen ist nichts Weiteres hinzuzufügen, denn die Zeit dazu ist noch nicht reif [*C243]. Alles oben Gesagte gehört an diese Stelle, weil es mit dem Geheimnis der Kraft und des Bewusstseins zusammenhängt; und im Erscheinen dieser verschiedenen Avatars und in den von ihnen erzielten Wirkungen kommt die Manifestation eines planetarischen Logos in vollstem Mass zum Ausdruck.

(e) Individualisierung eine Art Einweihung. Es bleibt nur wenig übrig, was sich zur jetzigen Zeit noch über Individualisierung sagen liesse. Das hier und in der Geheimlehre Gesagte ist lediglich ein Versuch, tiefgründige und bedeutsame Tatsachen über Dasein und Manifestation in Begriffen menschlichen Denkens und mit den beschränkten Mitteln menschlicher Sprache auszudrücken. Vom höchsten esoterischen Standpunkt aus gesehen ist der Mensch ein Deva; er ist Geist und Deva-Substanz, die durch die Arbeit bewusster Deva-Energie vereint werden. Er vereinigt in sich die drei Aspekte der Gottheit. Während seines objektiven Daseins ist er:

1. Das Selbst, das Nichtselbst, und in einem sehr vitalen Sinn das intelligente Bindeglied.

2. Er ist Shiva, Vishnu und Brahma in synthetischer Manifestation.

3. Er ist das Mittel, durch welches der Wille Gottes, die Liebe Gottes und das Denken Gottes verständlich und offenbar werden.

4. Er ist positive und auch negative elektrische Kraft, und obendrein das Mittel, das diese beiden zum Ausgleich bringt.

5. Er ist die Flamme, das Feuer und der Funke in wesentlicher Manifestation.

6. Er ist elektrisches Feuer, Sonnenfeuer und Reibungsfeuer.

Dabei ist [730] jedoch ausdrücklich zu betonen, dass der Mensch all diese Aspekte in Raum und Zeit und innerhalb der drei Welten nicht gleichzeitig zum Ausdruck bringt, sondern dass solch ein gleichzeitiger Ausdruck erst gegen Ende des Evolutionsvorganges zu erwarten ist. So, wie im Makrokosmos, manifestiert Brahma auch im Mikrokosmos zuerst den Aktivitäts-Aspekt, dann den zweiten oder mittleren; und erst zuletzt wird sich der erste Aspekt des zweckbewussten Willens bemerkbar machen.

Der Brahma-Aspekt ist derjenige, in dem das Nichtselbst oder die materielle Seite hervortritt und überwiegt. Dieser Zustand erstreckt sich über die untermenschlichen Entwicklungsstufen und die ersten drei Zyklen des Lebens der Persönlichkeit:

a. Erster Zyklus #der wilde Tiermensch.

b. Zweiter Zyklus #der Durchschnittsmensch.

c. Dritter Zyklus #der erfolgreiche intellektuelle Mensch.

Der Vishnu-Aspekt ist derjenige, in dem der Liebe-Weisheit-Aspekt allmählich überwiegt und vermittels des Brahma-Aspekts zum Vorschein kommt. Er kennzeichnet die beiden letzten Stadien im Leben der menschlichen Persönlichkeit und jene Periode der egoischen Entwicklung, welche die beiden letzten Einweihungen umfasst:

a. Erster Zyklus #Der Probepfad.

b. Zweiter Zyklus #Der Pfad der Einweihung (bis zur dritten).

c. Dritter Zyklus #Die Zeit der vierten und fünften Einweihung.

Dies ist das zeitweilige Endziel; aber so, wie im Tierreich das menschliche Denkvermögen, und im Menschenreich der buddhische Aspekt latent und instinkthaft vorhanden waren bzw. sind, so ist während des letzten Zyklus menschlichen Bemühens auch das Atma, der höchste Aspekt der Monade, latent und instinkthaft zugegen. Dieser Umstand zwingt zu weiteren Stadien der Entwicklung. Die Evolution kennt keine Unterbrechungen und keine Perioden, in denen irgendein Aspekt gänzlich abwesend ist; sie [731] alle sind jederzeit vorhanden, auch wenn sie nacheinander in Erscheinung treten. Erst wenn die Feuer der Materie hell lodern und auszustrahlen beginnen, kann das Feuer des Denkens in Erscheinung treten, obwohl es jederzeit eingepflanzt vorhanden war. Erst wenn diese beiden, das Feuer der Materie und des Denkvermögens, in das Hitze- und Lichtstadium der Energie eingetreten sind, kann das elektrische Feuer des Geistes in all seiner Herrlichkeit zum Vorschein kommen. Erst wenn diese drei vereint auflodern, erlischt das Feuer der Materie aus Mangel an Brennstoff, und erst wenn das der Fall ist, können die Feuer des Denkvermögens (auf mentalem Niveau) das verbrennen, was sie bis dahin genährt hat. Wenn sie damit fertig sind, kann das (durch die gasförmige Essenz des Feuers der Materie [oder des Reibungsfeuers] genährte und verstärkte, und durch das Feuer des Denkvermögens abgetönte und zum Ausstrahlen gebrachte) Feuer des reinen Geistes in vollendeter Herrlichkeit auflodern, so dass nichts anderes sichtbar bleibt, als eine einzige vibrierende Flamme. Diese Idee lässt sich über den Menschen hinaus auch auf einen Himmlischen Menschen und weiterhin auf den Logos im Rahmen seiner kosmischen Beziehungen ausdehnen.

Individualisierung bezeichnet ein Stadium im Verlauf der intensiven Steigerung des «Reibungsfeuers». Sie hängt mit dem vollbrachten Werk Brahmas zusammen und bildet einen Höhepunkt in der Entwicklung, die Substanz mit Energie zu aktivieren. Gewisse Formen sind zum Eigenbewusstsein reif. Zwei kosmische Strahlen von verschiedener Polarität werden gegenseitig angezogen.

Einweihung bezeichnet ein Stadium in der intensiven Steigerung des «Sonnenfeuers». Sie hängt mit dem erreichten Erfolg Vishnus zusammen und bildet einen Höhepunkt in der Evolution des Bewusstseins, von der Stufe des Eigenbewusstseins zum Gruppenbewusstsein oder universalen Bewusstsein.

Identifizierung mit der Gesamtheit aller Gruppen dürfte wohl der geeignete Ausdruck sein, um die Endstation des Evolutionsvorganges zu kennzeichnen; sie umfasst eine Periode gegen Ende des Mahamanvantaras, wenn alle Gruppen anfangen, den ewigen Willen bewusst zum Ausdruck zu bringen. Dazu gehört eine Art von Gewahrsein, die für den heutigen Menschen unglaublich, den heute auf Erden weilenden Chohans der Hierarchie jedoch begreiflich (wenn auch noch nicht ausführbar) ist. Diese Chohans [732] arbeiten bewusst an der Ausführung des Willens des planetarischen Logos innerhalb des Planeten, aber selbst Sie sind noch weit davon entfernt, den Willen und das Vorhaben des Sonnenlogos, wie er sich im System auswirkt, voll zu begreifen. Sie mögen davon flüchtige Einblicke erhalten, und Sie haben eine allgemeine Vorstellung vom Plan, können aber dessen Einzelheiten noch nicht erkennen.

C. Über Inkarnation.

a. Kosmische, Planetarische und Menschliche Inkarnation. Damit beenden wir unsere Betrachtung über das Eigenbewusstsein, das mit Hilfe der besonderen Art von Deva-Substanz zustande kommt, mit der die Agnishvattas den Körper des Egos ausstatten, und kommen zur Besprechung der kosmischen, planetarischen und menschlichen Inkarnation. In der Stellung der egoischen Einheit im Körper des planetarischen Logos und in dem besonderen Zentrum, dessen Bestandteil sie bildet, dürfte der nachdenkliche Leser einen Hinweis auf die Konstitution dieser solaren Pitris und Manasadevas entdecken. Diese Manasadevas und Dhyan Chohans, die das Eigenbewusstsein im Menschen erzeugen, sind in der Tat die Energie und Substanz des kosmischen Himmlischen Menschen.

Das Wort «Inkarnation» deutet schon in seinem sprachlichen Kern auf die grundlegende Wahrheit hin, dass damit die Annahme eines dichten physischen Körpers verbunden ist; es sollte daher technisch nur auf die Manifestationsperiode Anwendung finden, welche die drei niederen Unterebenen betrifft, nämlich die Unterebenen:

a. der kosmisch-physischen Ebene im Fall eines solaren und planetarischen Logos,

b. der systemisch-physischen Ebene im Fall eines Menschen.

An dieser Zuordnung hat man bei kosmischen Entitäten festgehalten, aber beim Menschen hat man das Wort nur auf die Vereinigung des ätherischen Doppelgängers

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Last updated Saturday, February 14, 1998           © 1998 Netnews Association. All rights reserved.