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Eine Abhandlung über Kosmisches Feuer, Seite 542 ff. (engl.) |
Dieses Stadium zeigt dem Auge des Hellsehers eine zweifache Auswirkung: a. Die Mentaleinheit wird zu einem strahlenden Lichtpunkt, ihre vier Spirillae senden mit intensiver Geschwindigkeit Kraft aus. b. Die höheren drei Lotosblätter entfalten sich, und der neunblättrige Lotos erscheint in vollendeter Gestalt. Der Kausalkörper bildet dann (im Sinn von Feuer ausgedrückt) eine flammende Hitzequelle, die Wärme und Lebenskraft zur Gruppe hin ausstrahlt. Innerhalb der Peripherie des egoischen Rades lässt sich beobachten, wie die neun Speichen mit grosser Geschwindigkeit rotieren und - nach der dritten Einweihung - vierdimensional werden, d.h. die Räder drehen sich um sich selbst [*C178]. In der Mitte erscheinen drei feurige Punkte, die permanenten Atome und die Mentaleinheit in all ihrer Herrlichkeit; sie bilden ein Dreieck, dessen geometrische Form sich je nach dem Strahl der Monade unterscheidet. In dem Mass, in dem die drei inneren Lotosblätter auf die Stimulierung reagieren, lässt sich im Zentrum ein innerer Strahlenglanz von wachsender Herrlichkeit beobachten. Wenn das Feuer der Materie oder «Reibungsfeuer» stark genug brennt, wenn das Denkfeuer oder Sonnenfeuer (das die neun Lotosblätter belebt) mit gleicher Stärke aufflammt, und wenn der elektrische Funke im tiefsten Inneren auflodert und sichtbar wird, dann wird der gesamte Kausalkörper radioaktiv. [543] Dann entweichen die Feuer der Substanz (die Lebenskraft der permanenten Atome) aus den atomischen Sphären und geben ihren Anteil an die grosse Sphäre ab, in der sie enthalten sind; das Feuer des Denkens vereinigt sich mit der Quelle seines Ursprungs, und das innere Leben entkommt. Dies ist die grosse Befreiung. Der Mensch hat im Sinn menschlichen Bemühens sein Ziel erreicht. Er ist durch die drei Hallen hindurchgegangen und hat in jeder das dort Gewonnene in seinen Bewusstseinsinhalt überführt; er hat in der vorgeschriebenen Reihenfolge die einzelnen Lotosblätter entwickelt und entfaltet, und zwar zuerst die niederen drei im Verlauf eines Werdeganges, der sich über eine ungeheure Zeitspanne erstreckte. Dann wird die zweite Reihe von Blättern im Lauf einer Zeitperiode entfaltet, in welcher der betreffende Mensch sich in intelligenter Weise am Weltgeschehen beteiligt, bis er die erste Einweihung erreicht; darauf folgt die letzte und kürzere Periode, in der sich die innere Blätterreihe entwickelt und entfaltet. Zum Schluss meiner Bemerkungen über den egoischen Strahl und das Feuer des Denkens möchte ich dem Leser empfehlen, folgendes zu beachten: Erstens, dass die Reihenfolge der Entfaltung der Blätter und der Stimulierung der Feuer vom Strahl der Monade sowie von dem Unterstrahl abhängt, auf dem sich der Kausalkörper selbst befindet. Dieser Gedanke lässt sich weiterverfolgen und dürfte dem okkulten Forscher mancherlei Anregung zu weiteren Studien bieten. Zweitens, dass diese Entfaltung in den Frühstadien langsam vor sich geht und sich erst dann beschleunigt, wenn der Mensch selbst bewusst daran mitarbeitet. Das Ego nimmt kein tätiges Interesse an der Entwicklung, bis das zweite Blatt in der [544] zweiten Reihe sich zu öffnen beginnt. Vor dieser Zeit vollzieht sich das Werk nach eigenen Gesetzen und unter dem Antrieb des innewohnenden Lebens des zweiten Logos, dem die Lotosblätter ihr Leben verdanken. Das Leben des ersten Logos, das durch das Selbst wirkt (welches eine Form bewohnt, die durch das Leben oder die Energie des zweiten Logos aus der vom Leben des dritten Logos beseelten Kraft-Substanz erbaut wurde), benutzt die ihm gebotene Gelegenheit erst dann, wenn das obengenannte Stadium erreicht ist. Letztlich, dass die Einweihungs-Zeremonie erst dann erfolgt, wenn der Kausalkörper in der Lage ist, auf den Willensaspekt des Himmlischen Menschen (des ersten Aspekts) im Sinn freudiger Mitarbeit des vollbewussten niederen Selbstes zu reagieren. Mehr lässt sich darüber im Augenblick nicht sagen, aber das Gesagte sollte mancherlei Anregung zu weiteren Studien nach verschiedenen Richtungen hin bieten, und es wird sich praktisch als wertvoll erweisen. 3. Zusammenfassung Unser nächstes Thema befasst sich mit den Elementarwesen der Mentalebene, mit den Gedankenformen, die sie beseelen, und mit deren Eigenschaft als Kraftzentren, die Wirkungen zu erzeugen vermögen - und zwar konstruktive Wirkungen, wenn sie richtig gelenkt werden, aber zerstörende Wirkungen, wenn man ihnen gestattet, blind ihren eigenen Kurs zu verfolgen. Ehe wir jedoch dazu übergehen, möchte ich noch einige Gedankenfäden aufnehmen, die mit dem Vorhergehenden zu tun haben. Wenn wir den über die egoische Manifestation auf ihrer eigenen Ebene und über die Feuer des Kausalkörpers gemachten Angaben aufmerksam gefolgt sind, dann werden wir eine grosse Ähnlichkeit zwischen dieser Kausalkörper in seiner Eigenschaft als Kraftzentrum, und gewisser anderen Aspekten der logoischen Manifestation bemerkt haben. Wie wir gesehen haben, ist der Kausalkörper ein Feuerrad, da innerhalb seiner Peripherie drei Brennpunkte von Energie, nämlich die permanenten Atome enthält. Wie früher erwähnt, entsprechen diese dem siebenten Prinzip der drei Aspekte, Wille oder Macht, Liebe-Weisheit und tätige Intelligenz. Jeder dieser [545] Brennpunkte besitzt seine eigene innere Ökonomie, welche in den Spirillae ersichtlich ist, die im wesentlichen Kraftströme sind, die auf jede innerhalb oder ausserhalb ihres Grenzrings erzeugte Anregung und Schwingung reagieren. Das innere Leben des permanenten Atoms, das, was es beseelt und zur Tätigkeit anregt, ist das Leben des dritten Aspekts; die darauf einwirkende und dieses Atom durchpulsende Kraft ist das Leben des zweiten Aspekts. Im weiteren Verlauf der Evolution wächst die Intensität der Lebenskräfte, die auf das Atom von innen und von aussen her einwirken, mehr und mehr, die Leuchtkraft des permanenten Atoms erhöht sich, die Lotosblätter entfalten sich, und die Speichen des Strahlungsfeuers treten in Aktion. Dabei muss man im Auge behalten, dass die permanenten Atome mit dem Substanz-Aspekt des Daseins oder des Werdens zu tun haben, während die Lotosblätter oder die feurigen Radspeichen besonders eng mit dem psychischen Aspekt oder mit der Entwicklung des Bewusstseins zusammenhängen; der innere Kern, oder die drei inneren Blätter, verkörpern den Aspekt reinen Geistes. Alle drei Entwicklungsrichtungen sind zu gleicher Zeit im Gang und üben einen wechselseitigen Einfluss aufeinander aus; dadurch wird die Vollkommenheit der Entfaltung gewährleistet. Es ist weder möglich noch wünschenswert, jede dieser drei Evolutionslinien getrennt zu verfolgen oder sie als unabhängig voneinander zu betrachten. Ihr Wechselspiel ist zu genau abgestimmt und die gegenseitige Anregung zu wichtig, als dass man sie beim Studium der egoischen Evolution ausser acht lassen dürfte. Wie bereits erwähnt tritt das Ego durch Vermittlung der permanenten Atome mit seiner objektiven Aussenwelt in Berührung; ob das Ego blind oder mit Erfolg auf seine Umgebung einwirkt und sich dadurch zum Ausdruck bringt, hängt ganz davon ab, bis zu welchem Grad es seine permanenten Atome mit Energie versehen und die in den Spirillae latent vorhandene Kraft zur Auswirkung bringen kann. Das ist ihm nur in dem Mass möglich, wie es die Lotosblätter zur Entfaltung bringt. Wie erinnerlich, üben die drei niederen Blätter, sobald sie voll entfaltet sind, einen [546] belebenden Einfluss auf die drei Hauptspirillae im physischen permanenten Atom aus. Im Lauf der allmählichen Entfaltung des zweiten Blätterrings macht das permanente Astralatom eine ähnliche Wandlung durch, die mit der vollen Erweckung der Spirillae innerhalb der Mentaleinheit ihren Höhepunkt erreicht. Hier möchte ich auf einen kleinen Unterschied im Fall der Mentaleinheit aufmerksam machen: ihre vier Spirillae werden erst dann zu voller Tätigkeit erweckt, wenn sich das Wissensblatt der letzten drei öffnet. Sobald sich die beiden übrigen Blätter geöffnet haben, enthüllt sich die leuchtende dreifache Blume, die im Mittelpunkt der egoischen Manifestation liegt. Im Zusammenhang mit dieser egoischen Entwicklung dürfte eine Warnung angebracht sein. Obige Ausführungen geben nämlich nur einen allgemeinen Überblick über die egoische Entfaltung im Sinn von Bewusstsein oder Feuer; und wer ernstlich an diesem Thema interessiert ist, sollte bei seinen Studien folgende Tatsachen in Betracht ziehen: Erstens, dass die Entfaltung der Lotosblätter sich nach dem Strahl der Monade richtet. Wenn beispielsweise die Monade sich auf dem zweiten Strahl befindet, wird das Wissensblatt sich zwar als erstes öffnen, aber das zweite Blatt der Liebe wird nahezu gleichzeitig zur Entfaltung kommen, weil das für diese besondere Art von Ego die Linie des geringsten Widerstands bedeutet; das öffnen des Wissensblattes wird in diesem Fall die grösste Schwierigkeit bereiten . Zweitens, dass die Öffnung eines Blätterrings sich sehr bald beim nächsten Ring bemerkbar machen und ein Schwingungsecho hervorrufen wird. Deshalb geht die Entwicklung in späteren Stadien schneller vorwärts als im Anfang. Drittens, dass es viele Fälle von ungleicher oder unausgeglichener Entwicklung gibt. Häufig sind Leute anzutreffen, bei denen vielleicht zwei Blätter im ersten Ring entfaltet sind und eines noch latent bleibt, während im mittleren oder zweiten Ring ein Blatt bereits voll entwickelt sein mag. Das lässt sich vielfach dadurch erklären, dass manche Menschen alle ihre Kräfte für den Dienst auf einem bestimmten Gebiete einsetzen, während sie sich (vom [547] egoischen Standpunkt aus) noch auf einer verhältnismässig niedrigen Stufe der Entwicklung oder des Bewusstseins befinden. Das lässt sich auf verschiedene Ursachen zurückführen, wie z.B. das Karma der Monade selbst auf ihrer hohen Ebene und die straffe Gewalt, welche die Monade über das Ego ausübt; viele Leben sind vielleicht einem besonderen Wirkungsfeld gewidmet worden, und daraus hat sich eine starke Schwingung entwickelt - so stark, dass sich die Empfänglichkeit für anderweitige und vielleicht untergeordnete Schwingungen nur schwer entwickeln kann; möglicherweise liegt der Grund in besonderen Umständen, die mit der Evolution irgendeines besonderen Strahlen-Regenten und dessen Einfluss auf eine bestimmte Zellengruppe zu tun haben; oder aber im Gruppenkarma einer Anzahl von zusammengehörenden Kausalkörpern und deren wechselseitiger Einwirkung aufeinander. Jede egoische Einheit, jedes monadische Kraftzentrum, übt eine bestimmte Wirkung auf die Gruppe oder Gemeinschaft von Egos aus, in deren Mitte es sich befinden mag; und im Lauf der Entwicklung dieser gegenseitigen Beeinflussung kommt es gelegentlich zu zeitweilig unerwarteten Folgeerscheinungen. Das muss man beim Studium der egoischen Evolution sorgfältig beachten. Das ganze Thema ist deshalb so interessant, weil es für das Studium okkulter Psychologie der nächste Schritt vorwärts ist. Im Lauf dieses Studiums wird sich mit der Zeit manches herausstellen, was sich vom Menschen auf der physischen Ebene praktisch verwerten lässt. Das ganze Geheimnis des Erfolges bei irgendeinem Unternehmen hängt hauptsächlich von zwei Bedingungen ab: Erstens von der Fähigkeit des Egos, sich bei der Persönlichkeit durchzusetzen und sie als blosses Ausdrucksmittel zu benutzen. Zweitens vom Karma der egoischen Gruppe in dem Mass, in dem es mehr und mehr auf der physischen Ebene in Erscheinung tritt. Bislang hat man viel über individuelles Karma geredet und gelehrt. In Zukunft wird allmählich Gruppenkarma die ihm im menschlichen Denken gebührende Stellung einnehmen, und das wird zu einer verständnisvolleren Zusammenarbeit, zur Entwicklung eines feineren Gefühles für Gruppenverantwortung und zu einer befriedigenderen Lösung von Gruppenproblemen führen. Das Studium [548] der okkulten Psychologie erfordert eine richtige Auffassung vom Wesen des Egos, und wie es zu voller Betätigung innerhalb der Manifestation erweckt wird; es bedingt eine wohlbegründete Formulierung der Gesetze der egoischen Entfaltung, der Methoden, durch die der Lotos Blatt für Blatt zur Vollendung gebracht werden kann sowie des dreifachen Wesens seiner Evolution. Dieses Studium wird schliesslich die wahre Bedeutung von Kraft und von Energie in ihrer doppelten Auswirkung - als innere Schwingung und äussere Strahlung - klarstellen; es wird die Aufmerksamkeit aller fortgeschrittenen Forscher auf die Zentren lenken - in diesem Fall nicht auf die physisch-ätherischen Zentren, sondern auf die psychischen Zentren, wie z.B. das Ego im Kausalkörper und egoische Gruppen. Als Folge davon wird man die Einwirkung eines Bewusstseins auf ein anderes Bewusstsein auf der physischen Ebene besser verstehen lernen, und man wird diese Kenntnisse wissenschaftlich dazu verwenden, um in der Gruppenevolution bestimmte Ergebnisse zu erreichen und dadurch eine Lösung für manche Weltprobleme zu finden. Schliesslich wird man die Gesetze des Feuers studieren, das Wesen der Hitze, der Strahlung und der Flamme im okkulten Sinn untersuchen, die Einwirkung eines Feuers auf ein anderes Feuer und den Einfluss der von einer bewussten Sphäre auf eine andere ausgesandten Strahlung verstehen lernen; dabei wird man nach und nach die Methode entdecken, nach der sich durch Einwirkung auf die Feuer des Kausalkörpers und deren Stimulierung das Bewusstsein auf den einzelnen Ebenen erwecken lässt. Die ganze Frage tritt langsam, sehr langsam (und nahezu unbemerkt) dadurch in den Vordergrund menschlichen Denkens, dass man sich mehr und mehr mit Berufserziehung, Geschäftstüchtigkeit sowie mit der Rolle beschäftigt, die der Einzelmensch im Rahmen irgend einer Handels- oder Berufsgenossenschaft spielt. Man spricht allmählich vom Menschen im Sinn von entwicklungsfähigen Kraftquellen, und damit ist man auf dem richtigen Wege. Wenn man die gleiche Frage nicht vom egoischen, sondern vom Persönlichkeitsstandpunkt aus betrachtet, so nähern wir uns mit raschen [549] Schritten einer Zeit, in der man in der Erziehung das Gewicht auf die Frage legen wird, wie man es der Jugend am besten beibringen könnte, mit dem eigenen |
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