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Eine Abhandlung über Kosmisches Feuer, Seite 38 ff. (engl.)

Erstens sind da die beseelenden Feuer unseres Sonnensystems, die Feuer des Urstrahls der tätigen intelligenten Materie; sie bilden die Energie Brahmas, des dritten Aspekts des Logos. Dann gibt es die Feuer des göttlichen Strahls der Liebe-Weisheit, des Strahls intelligenter Liebe, der die Energie des Vishnu-Aspekts, des zweiten logoischen Aspekts [*C04] ausmacht. Schliesslich gibt es die Feuer der [39] kosmischen Mentalebene, die Feuer des kosmischen Strahls des Willens. Man könnte sie als die Strahlen intelligenten Willens bezeichnen und sie sind die Manifestation des ersten logoischen Aspekts, des Mahadeva-Aspekts [*C05]. Demnach manifestieren sich drei kosmische Strahlen:

Der Strahl intelligenter Aktivität. Dies ist ein Strahl, dessen der eine höhere Entwicklungsstufe erreicht hat als die anderen beiden, da er das Ergebnis eines früheren Mahakalpas oder eines Herrlichkeit sich ganz besonders zum Ausdruck bringen lässt und vorhergehenden Sonnensystems ist [*C06]. Er verkörpert die Grundschwingung dieses Sonnensystems und ist dessen grosses, inneres [40] Feuer, welches das Ganze beseelt und belebt und vom Zentrum ausgehend nach der Peripherie hin vordringt. Er ist die Ursache der Rotationsbewegung und damit auch der sphäroidalen Form alles Bestehenden.

Der Strahl intelligenter Liebe. Dies ist der Strahl, der die höchste Schwingung verkörpert, deren unser Sonnenlogos oder unsere Gottheit im gegenwärtigen Sonnensystem fähig ist. Er vibriert noch unzulänglich und er hat auch den Höhepunkt seiner Wirksamkeit noch nicht erreicht. Er ist die Grundlage der zyklischen Spiralbewegung des logoischen Körpers, und so, wie das Gesetz der Ökonomie die inneren Feuer des Systems regelt, so ist das kosmische Gesetz der Anziehung und Abstossung das Grundgesetz dieses göttlichen Strahls.

Der Strahl des intelligenten Willens. Über diesen Strahl lässt sich derzeit noch wenig sagen. Es ist der Strahl kosmischen Denkens; und seine Evolution läuft parallel mit der kosmischer Liebe; aber seine Schwingung ist langsamer und seine Entwicklung im Rückstand. Dafür bestehen bestimmte und wohlüberlegte, auf dem grundsätzlichen Vorhaben und der Wahl des Sonnenlogos beruhende Gründe, da er auf seiner hohen Stufe (genauso, wie seine Abbilder, die Menschensöhne) nach einer mehr abgerundeten Entwicklung strebt und sich deshalb in diesem grösseren Zyklus auf die Entwicklung kosmischer Liebe konzentriert.

Dieser Strahl [41] unterliegt dem Gesetz der Synthese und ist die Grundlage der systemischen Bewegung, die sich am besten als Vorwärtsdrängen durch den Raum oder Vorwärtsbewegung beschreiben lässt. Über diesen Strahl und seinen Ausdruck kann man nur wenig voraussagen. Er reguliert die Bewegungen des gesamten Grenzrings in bezug auf dessen kosmisches Zentrum [*C07].

Die Aufstellung auf nächster Seite dient zur näheren Erläuterung obiger Ideen.

Diese drei Wesensäusserungen göttlichen Lebens könnte man als Exponenten der dreifachen Art der Manifestation bezeichnen. Erstens das objektive oder greifbare Universum; zweitens die subjektiven Welten oder die Form; und drittens der geistige Aspekt, der im Herzen von allem zu finden ist [*C08]. Die inneren Feuer, die beseelen und beleben, zeigen sich auf zweierlei Art:

DARSTELLUNG I

[Grafik, Buch Seite 73]

Erstens [43] als latente Hitze. Dies ist die Grundlage der Rotationsbewegung und die Ursache der kugelähnlichen, zusammenhängenden Manifestation alles Bestehenden, angefangen vom logoischen Atom, dem solaren Grenzring, bis hinunter zum allerkleinsten Atom des Chemikers oder Physikers.

Zweitens als aktive Hitze. Die Folge davon ist der Tätigkeitstrieb und der Vorwärtsdrang der materiellen Evolution. Auf der höchsten Ebene wird die Kombination dieser drei Faktoren (aktive Hitze, latente Hitze und die Ursubstanz, die von ihnen beseelt wird) als das «Feuermeer» bezeichnet; und die Akasha ist dessen erste Absonderung prägenetischer (vor der Weltentstehung vorhandener) Materie. In der Manifestation erscheint die Akasha als Fohat oder göttliche Energie, und auf den verschiedenen Ebenen wird Fohat als Uräther, Luft, Feuer, Wasser, Elektrizität, Äther, Prana und ähnliches bezeichnet [*C09]. Es ist die Gesamtsumme von [44] allem, was tätig, beseelt oder belebt ist, und von allem, was sich mit der Anpassung der Form an die Bedürfnisse der inneren Lebensflamme befasst.

An dieser Stelle mag der Hinweis dienlich sein, dass Magnetismus die Auswirkung des göttlichen Strahls in Manifestation ist, in gleichem Sinn wie Elektrizität die manifestierte Auswirkung des Urstrahls der aktiven Intelligenz ist. Das sollte durchdacht werden, denn es birgt ein Geheimnis.

Die Feuer der Mentalebene treten ebenfalls auf zweierlei Art in Erscheinung:

Erstens, als das Feuer des Denkens, die Grundlage allen Ausdrucks, und in einem besonderen, okkulten Sinn die Gesamtsumme der Existenz. Es sorgt für die Beziehung zwischen dem Leben und der Form, zwischen Geist und Materie und ist die Grundlage des Bewusstseins selbst.

Zweitens, als die Elementarwesen des Feuers oder die Gesamtsumme des tätigen Gedankenausdrucks, der vermittels dieser Wesenheiten zustande kommt, die in ihrer eigentlichen Essenz das Feuer selbst sind.

Diese zweierlei Ausdrucksarten schaffen die vier notwendigen Faktoren in der logoischen Quaterne [*C12], oder der niederen Natur des Logos, wenn man seine Manifestation von einem esoterischen Gesichtswinkel aus betrachtet; exoterisch sind sie die Gesamtsumme der logoischen Quaterne und dazu das logoische fünfte Prinzip, das kosmische Denken.

Der göttliche Funke manifestiert sich noch nicht als Zweiheit (wie die anderen beiden Feuer), obwohl das, was in einem späteren Zyklus verborgen liegt, nur durch Evolution enthüllt werden wird. Dieses dritte Feuer macht zusammen mit den beiden anderen die notwendige Fünf der logoischen Evolutionsentfaltung aus; und in der vollkommenen Vermischung mit den beiden anderen Feuern im Verlauf der weiteren Evolution erscheint das Ziel logoischer Vollendung für diesen grösseren Zyklus (oder diese Periode) des [45] jetzigen Sonnensystems. Wenn einmal der Urstrahl intelligenter Aktivität, der göttliche Strahl intelligenter Liebe und der dritte kosmische Strahl des intelligenten Willens zusammentreffen, sich verschmelzen und vereinigen und aufflammen, dann wird der Logos seine fünfte Einweihung durchmachen und damit einen seiner Zyklen beenden. Wenn die Rotations-, die Vorwärts- und die zyklische Spiralbewegung in vollendeter Synthese zusammenwirken, dann wird die gewünschte Schwingung erreicht sein. Wenn die drei Gesetze der Ökonomie der Anziehung und der Synthese vollkommen aufeinander eingespielt sind, dann wird die Natur die erwünschte Funktion und die korrekte Anpassung der materiellen Form an den innewohnenden Geist, der Materie an das Leben, und des Bewusstseins an seinen Träger vollendet zum Ausdruck bringen.

II. Feuer im Mikrokosmos

Wir wollen also kurz die Entsprechung zwischen dem grösseren Ganzen und der Einheit «Mensch» betrachten und sodann unser Thema im einzelnen behandeln und auf die Abschnitte eingehen, in die es sich sinngemäss einteilen lässt.

Das Feuer im Mikrokosmos ist ebenfalls dreifältig in seiner Essenz und fünffältig in seiner Manifestation.

1. Es gibt ein Inneres, Belebendes Feuer, das dem Feuer durch Reibung entspricht. Es ist die Gesamtsumme der individuellen Kundalini; es beseelt das körperliche Gerüst und wirkt sich ebenfalls auf zweierlei Art aus:

Erstens als latente Hitze, welche die Grundlage des Lebens der sphäroidischen Zelle (oder des Atoms) und deren Rotation ist, die sich allen anderen Zellen anpasst.

Zweitens als aktive Hitze (Prana), die alles belebt und die Triebkraft der sich entwickelnden Form ist. Sie zeigt sich in den vier Äthern und im gasförmigen Aggregatzustand, und hier ergibt sich eine Entsprechung zwischen dem Menschen auf der physischen Ebene und der Akasha und ihrer fünffältigen Manifestation auf der Ebene des Sonnensystems.

Dieses Feuer ist die grundlegende Schwingung des kleinen Systems, dessen Logos die Monade oder der menschliche Geist ist; es hält die Persönlichkeit oder den niederen materiellen Menschen [46] in objektiver Manifestation, um so der geistigen Einheit eine Berührung mit der Ebene dichtester Materie zu gestatten. Es findet seine Entsprechung im Strahl intelligenter Aktivität und unterliegt dem Gesetz der Ökonomie in einer seiner Unterteilungen, dem Gesetz der Anpassung im Zeitlichen.

2. Sodann gibt es das Feuer oder den Funken des Denkens, der im Menschen dem Sonnenfeuer entspricht. Es bildet die denkende, eigenbewusste Einheit oder die Seele. Dieses Feuer des Denkens unterliegt ebenso, wie seine grössere Entsprechung dem Gesetz der Anziehung. Später können wir darauf näher eingehen. Dieser Denkfunke im Menschen, der als zyklische Spiralbewegung zum Ausdruck kommt, ist das, was zur Ausdehnung führt und am Ende zu seiner Rückkehr zum Zentrum seines Systems, zur Monade zum Ursprung und Ziel der reinkarnierenden Jivas oder menschlichen Wesens. Wie im Makrokosmos manifestiert sich dieses Feuer ebenfalls auf zweierlei Art.

Es zeigt sich als jener intelligente Wille, der die Monade oder den Geist mit seinem niedrigsten Berührungspunkt, der Persönlichkeit, in Verbindung bringt, die sich vermittels eines physischen Trägers betätigt.

Es kommt auch, wenngleich noch unvollkommen, als der belebende Faktor in den vom Denker geschaffenen Gedankenformen zum Ausdruck. Bislang lässt sich nur von verhältnismässig wenigen Gedankenformen sagen, dass sie vom Bewusstseinszentrum, dem Denker oder Ego ersonnen werden. Derzeit stehen nur wenige Leute in so enger Berührung mit ihrem höheren Selbst, dem Ego, dass sie den Stoff der Mentalebene in eine Form prägen können, von der sich wirklich sagen lässt, dass sie ein Ausdruck der Gedanken, des Vorhabens oder Wünschens ihres Egos seien, das sich des physischen Gehirns bedient. Die meisten, gegenwärtig im Umlauf befindlichen Gedankenformen könnte man als Ansammlungen von Materie bezeichnen, die mit Hilfe von Kama-Manas Gestalt annahmen (d.h. aus Wünschen mit ganz wenig Denken, also aus einem Gemisch von astraler und mentaler, hauptsächlich aber astraler Materie bestehen) und im wesentlichen auf einer Reflexbewegung der Elementarwesen beruhen.

Diese Dualitäten des Ausdrucks sind:

1. Aktives [47] Feuer oder Prana.

Latentes Feuer oder Körperhitze.

2. Mentale Energie im Mentalkörper.

Rein mentale Gedankenformen, die von selbsterzeugtem

Feuer oder vom fünften Prinzip beseelt werden und deshalb

zum Einflussbereich oder Kontrollsystem der Monade gehören.

Sie bilden eine esoterische Quaterne, die zusammen mit dem fünften Faktor, dem göttlichen Funken des intelligenten Willens, die Fünf der monadischen Manifestation ausmachen - einer in diesem Fall rein subjektiven Manifestation, die weder völlig geistig noch völlig materiell ist.

3. Schliesslich gibt es die Monadische, Göttliche Flamme. Sie verkörpert die höchste Schwingung, deren die Monade fähig ist, untersteht dem Gesetz der Synthese und verursacht die fortschreitende Vorwärtsbewegung des sich entwickelnden Jiva.

Damit kommen wir (zur gebührenden Zeit) zum Punkt der Verschmelzung oder zum Ende der Manifestation und (vom monadischen Gesichtspunkt aus) zur Vollendung des grossen Zyklus oder Manvantaras. Welches Resultat wird sich dabei also ergeben? So, wie im Makrokosmos die Vereinigung der drei wesentlichen Feuer des Kosmos den Höhepunkt logoischer Errungenschaft kennzeichnete, genauso kommen auch wir durch Vereinigung der wesentlichen Feuer des Mikrokosmos zur Apotheose menschlicher Errungenschaft für diesen Zyklus.

Wenn sich das latente Feuer der Persönlichkeit oder des Niederen Selbstes mit dem Denkfeuer des Höheren Selbstes vermischt und schliesslich in die Göttliche Flamme eingeht, dann erwirkt der Mensch die fünfte Einweihung in diesem Sonnensystem und hat einen seiner grösseren Zyklen vollendet [*C13]. Wenn die drei als ein einziges Feuer aufflammen, dann ist die Befreiung von der Materie oder von der materiellen Form errungen. Die Materie ist dem Geiste in richtiger Weise angepasst worden, und am Ende schlüpft das innewohnende Leben aus seiner Hülle heraus, die dann nur noch als Mittel der Befreiung dient.

III. Feuer in Manifestation

Im weiteren [48] Verlauf unserer Betrachtung der Feuer, welche die Ökonomie des sichtbaren Sonnensystems und des sichtbaren objektiven Menschenwesens aufrechterhalten, welche die evolutionäre Entwicklung hervorbringen und die Grundlage aller objektiven Entfaltung sind, muss beachtet werden, dass sie sich als die Gesamtsumme des vitalen Lebens eines Sonnensystems, eines Planeten, der gesamten Konstitution des sich auf der physischen Ebene betätigenden Menschen und des Atoms der Substanz erweisen.

Im grossen und ganzen lässt sich sagen, dass sich das erste Feuer allein mit folgendem befasst:

a. Betätigung der Materie;

b. Rotationsbewegung der Materie;

c. Entwicklung der Materie durch Reibung, unter dem Gesetz der Ökonomie. H. P.

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Last updated Saturday, February 14, 1998           © 1998 Netnews Association. All rights reserved.