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Die Strahlen und die Einweihungen (Sieben Strahlen V), Seite 361 ff. (engl.)
Wahrnehmungszustände. Diese Einweihungen sind für den Eingeweihten in diesem Entwicklungsstadium das, was die erste und zweite Einweihung für den Jünger sind, der versucht, die ersten Stadien des Pfades der Einweihung zu gehen. Sie können deshalb als Einweihungen der Schwelle betrachtet werden - die eine, die zur Wahrnehmung der höheren Stufen bewusster Entfaltung führt, welche die dritte Einweihung (die erste grosse Einweihung) eröffnet, und die andere, die zu jenen Stufen des Eindrucks, des Kontaktes und des zukünftigen Aufstiegs führt, welche das siebenfältige Ziel ist, das dem Meister gestellt wird, nachdem die sechste Einweihung (die wahre Himmelfahrt) vollendet ist. Aus diesem Grunde wird diese besondere Einweihung die Einweihung der Entscheidung genannt. Der Meister entscheidet dann, welchem der sieben Wege oder Pfade er folgen will, da seine äonenlange Erfahrung ihn befähigt hat, irgend einen von ihnen zu wählen und zu wissen, dass er richtig gewählt hat. Obwohl diese sieben Pfade als eine der Siebenheiten notwendigerweise mit den sieben Strahlen in Beziehung stehen, sind sie keine Strahlenpfade, und sie werden auch nicht von den sieben Strahlen beherrscht. Jeder von ihnen ist für einen Meister der Weisheit offen und seine Wahl wird nicht von seinem Strahlentyp abhängen, obschon er diesen Faktor in Betracht ziehen wird. Sie stehen deutlicher mit den sieben kosmischen Ebenen als mit den sieben Strahlen in Beziehung. Wir werden dies in ausführlicheren Einzelheiten betrachten, wenn wir den Faktor der sieben Ashrame behandeln, welche «Versuchsgelände» sind für alle Meister, die der Einweihung der Entscheidung gegenüberstehen.

[362] Jünger neigen eher dazu, sich für die Ashrame vom Standpunkt ihrer eigenen Entwicklung aus zu interessieren; sie sind nicht geneigt, zu bedenken, dass der Lebensfortschritt und der Erfolg des Meisters nicht nur die Qualität des Ashrams bestimmen, sondern dass seine eigene Entwicklung und seine schliesslichen Entscheidungen eng mit dem Ashram, den er leitet, verbunden sind. Es ist für Studenten nicht leicht, ihre Aufmerksamkeit von der Beziehung des Ashrams zur Menschheit als Ganzes zu verschieben oder zu erkennen, dass diese Beziehung für den Meister sekundär ist, dessen erstes Hauptanliegen die Entfaltung der Ziele Sanat Kumaras und das Erreichen jenes Seinszustands ist, welcher für Shamballa bezeichnend ist. Studenten müssen daran denken, dass eine Phase der Vorbereitung für zukünftige Arbeit jener entspricht, die der Einweihung der Entscheidung folgen wird, und dass dies von der Art, der Qualität und dem geleisteten Dienst des Meisters abhängt, wie er seinen Ashram bedingt und leitet. Ich werde versuchen, dies in unserem nächsten Abschnitt ausführlicher zu behandeln. Es ist jedoch von Vorteil, dass Aspiranten für Jüngerschaft und vor allem diejenigen, die sich auf Einweihung vorbereiten und folglich bereits in einem Ashram arbeiten, diesen abweichenden Gesichtspunkt bekommen und anfangen, in sich selbst eine neue Empfindsamkeit für den Eindruck zu entfalten, der von höheren Quellen als von der Hierarchie selbst herkommt. Das bedingt in ihnen eine neue und höhere Art der Orientierung, und obwohl es bis jetzt unmöglich ist sie zu erreichen, liegt doch ein bestimmter Entwicklungswert im Erfassen des Begriffs und im Bemühen des abstrakten Denkvermögens und in der intuitiven Wahrnehmung, sich den neuen und völlig fremden Begriff anzueignen und über ihn nachzudenken. Dieser höhere erwägende Vorgang ist für den Jünger, der in einem Ashram arbeitet, das, was geistiges Streben für den Studenten auf dem Probepfad und in den frühen Stadien des Jüngerschaftspfades ist.

Im letzteren Fall wird der Emotionalkörper des Aspiranten für das Prinzip von Buddhi empfänglich, das ihn über die Liebeblätter des egoischen Lotos erreicht; in der gehobeneren Situation wird sich der Jünger der Möglichkeit (denn das ist alles) eines Eindrucks bewusst, der ihn von der kosmischen Astralebene über die monadischen Wahrnehmungsstufen erreicht. Bemerkt, was ich sage: nur die Möglichkeit, denn in diesem Stadium gibt es kein gewisses Erkennen [363] dieses Zieles; es ist ein Eindruck für den Jünger, der sich auf eine der höheren Einweihungen vorbereitet, wie eine okkulte Theorie für einen Aspiranten auf viel niedrigeren Stufen dies ist. Die einzige Weise, in der ich auch nur die blasseste Idee von den höheren Reichweiten des Eingeweihtenbewusstseins geben kann, wird durch die Bezugnahme auf niederere erfasste Fähigkeiten sein, und durch die Darstellung undefinierbarer Wahrheiten im Sinn von dem, was definiert wurde und was (für diese höheren Wahrnehmungszustände) in der Art von Keimgedanken besteht.

Ein geringes Begreifen der Art des Bewusstseins von Shamballa wird auftauchen, während wir diesen Abschnitt der Abhandlung studieren, denn die höheren Stufen der kosmisch ätherischen Ebene sind mit Energien durchdrungen, die von der kosmischen Astralebene und der kosmischen Mentalebene herkommen. Diese Energien, welche durch die grossen Leben, die den dauernden Kern der Ratskammer in Shamballa bilden, auftreten und geleitet werden, bedingen alle evolutionären Vorgänge auf den niederen Stufen und sind die treibende, motivierende und verbindende Macht hinter ihnen.

Dennoch ist das Leben und das Bewusstsein der Hierarchie sehr verschieden vom Leben und Bewusstsein jener, welche das grosse Zentrum bilden, das Shamballa genannt wird. Nur durch die sich entwickelnde Empfindungsfähigkeit für zunehmenden hohen Eindruck, als dem Ergebnis jedes Stadiums des letzten Einweihungsvorganges, werden die Unterscheidung und das Ziel ersichtlich. Gerade wie diejenigen, welche diese Ideen lesen und studieren, mit Begriffen und Gedanken beschäftigt sind, die für den gewöhnlichen, alltäglichen Geschäftsmann völlig unbekannt und gänzlich unerklärlich und manchmal sogar sinnlos sind, so gibt es auch Bereiche von Gedanken und ewigen, ausserplanetarischen Begriffen, welche für den Eingeweihten, der in einem Ashram unter einem Meister arbeitet, ebenso unerkannt und vorübergehend unerklärlich sind. Wenn der Student erkennt, dass die grosse universale Einheit, die er mit dem monadischen Bewusstsein assoziiert, nur die Feststellung lokalisierter (und deshalb begrenzter) und innerhalb der ätherischen Stufen der kosmisch physischen Ebene beschränkter Eindrücke sind, kann er vielleicht die Verwicklungen der Wunder begreifen, die dem Eingeweihten enthüllt werden, der die ganze kosmisch physische Ebene (unsere sieben Ebenen der menschlichen, übermenschlichen und göttlichen Welten) überschreiten [364] und auf einer anderen kosmischen Stufe wirken kann. Dies ist es, was das Gehen auf dem Weg der Höheren Evolution einen Meister schliesslich zu tun befähigt.

Aus all dieser vergleichenden Arbeit und dieser Art des entsprechenden Lehrens tritt eine interessante Tatsache hervor, nämlich, dass das Wort «geistig» sich weder auf sogenannte religiöse Dinge, noch auf den Pfad der Jüngerschaft oder den Pfad der grossen oder höheren Einweihungen bezieht, sondern auf die Verhältnisse auf jeder Stufe der kosmisch physischen Ebene, von der niedersten Stufe bis zur höchsten. Das Wort «geistig» bezieht sich auf Einstellungen, auf Beziehungen, auf das Vorwärtsgehen von einer Bewusstseinsstufe (ob niedrig oder grob vom Gesichtspunkt einer höheren Stufe des Kontaktes aus) zur nächsten; es bezieht sich auf die Kraft, die Vision zu sehen, auch wenn diese Vision materialistisch ist, vom Standpunkt einer höheren Wahrnehmung der Möglichkeiten aus gesehen. Das Wort «geistig» betrifft jedes Ergebnis des Evolutionsvorganges, da es den Menschen von einem Bereich der Empfindungsfähigkeit und Erwiderung auf Eindrücke zu einem anderen vorwärts treibt; es bezieht sich auf die Erweiterung des Bewusstseins, so dass die Entfaltung der Organe der sinnlichen Wahrnehmung im primitiven Menschen oder im erwachenden Kinde genau so sicher geistige Ereignisse sind wie das Teilnehmen an einem Einweihungsvorgang. Die Entwicklung des sogenannten religionslosen Menschen zu einem tüchtigen erfolgreichen Geschäftsmann mit all der nötigen Einsicht und Ausrüstung für Erfolg ist so gut ein geistiges Entfalten - in der Erfahrung dieses Einzelnen - wie das Erwerben einer Einweihung von einem Jünger in einem Ashram.

Die Annahme von orthodoxen Kirchenleuten, dass das Wort «geistig» ein tiefgehendes und wirksames Interesse für orthodoxe Religion bezeichnet, wird durch die Tatsachen des geistigen Lebens nicht bewiesen. Eines Tages, wenn die Welt vermehrt von ihren Eingeweihten geleitet wird, wird diese falsche Annahme beseitigt werden und man wird erkennen, dass alle Aktivität, die den Menschen zu irgendeiner Art der Entwicklung (physisch, emotionell, intuitiv usw.) vorwärts treibt, im wesentlichen geistig ist und für die Lebendigkeit der inneren göttlichen Entität bezeichnend ist.

[365] Ich hielt es für nötig, dies hervorzuheben, weil es klar werden wird, während wir diesen Abschnitt der Abhandlung lesen und studieren, dass der Meister - vorwärtsgehend in höhere Gebiete der Eindrucksfähigkeit - diese Entwicklung vielleicht nicht im Sinn von dem äussern wird, was jetzt vom religiösen Eiferer oder vom Menschen, der an die Ausdrucksweise und die Terminologie der Kirchenanhänger aller Glaubensrichtungen gewöhnt ist, als «geistig» betrachtet wird. Die Entdeckungen der Wissenschaft, mein Bruder, oder das Erzeugen eines grossen Werkes in der Literatur oder im Bereich der Kunst sind genau so gut ein Beweis geistiger Entfaltung wie die Begeisterung der Mystiker oder das Wahrnehmen eines Kontaktes mit der Hierarchie durch den sogenannten Okkultisten.

Es wird jedoch in der Erfahrung all derer, die solch eine geistige Annäherung in einer speziellen Richtung machen, ein Augenblick kommen, wo sich ein Treffpunkt zeigen wird, wo ein gemeinsames Ziel vereint erkannt werden wird, wo wesentliche Einheit unter einer Vielfalt an Formen, Methoden und Techniken anerkannt werden wird, wo Pilger auf allen Zugangswegen sich als einen Bund von Beweisführern des Göttlichen erkennen werden.

Einer dieser Treffpunkte liegt auf der Grenze der Hierarchie, während des Stadiums, das direkt der Aufnahme in den Ashram vorausgeht. Es ist interessant zu bemerken, dass - in einem weltweiten Ausmass - der Weltjünger, die Menschheit, heute am Rande dieses grossen Erwachens und vereinten Verzeichnens einer Einheit ist, die bisher nicht erreicht war. Das Wachstum des Internationalismus, die Einschliesslichkeit der wissenschaftlichen Einstellung und die Verbreitung einer universalen, menschenfreundlichen Wohlfahrtsbewegung sind alle bezeichnend für diesen Treffpunkt.

Ein anderer Treffpunkt wird verzeichnet und betreten (symbolisch gesprochen), wenn die dritte Einweihung angenommen wird, und noch ein anderer wird zur Zeit der siebten Einweihung erlebt. Diese verzeichnen alle Entwicklung sowohl im Gruppengewahrsein als auch in der Erkenntnis des individuellen Eingeweihten in Hinsicht auf das, was sich im Bewusstseinsaspekt der Menschheit ereignet.

[366] Das Tor zum Weg der Höheren Einweihung erlaubt dem empfindsamen Eingeweihten nur den Eintritt in die «Sphären der Vertrautheit» (wie sie manchmal genannt werden), welche diesmal kosmisch in ihrer Tragweite und planetarisch in ihren Wirkungen sind, und dem Eingeweihten das geben, was der «Schlüssel zur Sonne» genannt wurde, da er das solare System bedingt, gerade wie das Tor der Einweihung dem Aspiranten den «Schlüssel zum Reich Gottes» gibt.

Wir haben uns auf den vorhergehenden Seiten mit tiefen Dingen befasst und Themen berührt, die für das Verstehen des durchschnittlichen Studenten oder Probejüngers zu hoch sind; schwaches Erkennen, das auf früheren Annahmen beruht, ist jedoch für einige von euch möglich. Wir haben unter anderem gesehen, dass das sogenannte «Tor der Einweihung» Hindernisse darstellt, deren Zweck darin besteht, den Eintritt zu versperren und den latenten Willen des Bewerbers herauszufordern. Ein Eingeweihter ist einer, der zur entfernteren Seite des Tores erfolgreich durchdringt, wo ihn Anerkennung erwartet. Wir werden uns jetzt mit dem grundlegenden Thema des Ashrams selbst befassen.

DAS EINTRETEN IN DEN ASHRAM

Dieses Thema ist natürlich für alle Aspiranten und werdenden Jünger von grossem Interesse, aber ich werde das Thema zuerst nicht vom Gesichtspunkt der Menschheit aus und von ihrem Bemühen, einen Kontakt mit dem Ashram herzustellen, behandeln. Ich möchte vor allem über den Ashram als Ganzes sprechen, der aus vielen Ashramen gebildet wird, und für das Oberhaupt des Ashrams, Sanat Kumara, den Herrn der Welt, ein «anrufendes Gebiet» der Beziehungen erzeugt. Ich werde versuchen, nicht in eine Diskussion über dieses führende Leben unseres ganzen Planeten einzutreten. Er ist für ein noch grösseres Sein, den Einen, auf den anderswo als «der Eine, über den nichts gesagt werden darf», Bezug genommen wird, das, was das Vehikel eines Meisters in physischer Inkarnation für ihn ist, und auf einer weniger genauen Basis, was eure Persönlichkeit für euch ist. Es ist ein Ausdruck der Seele oder der Monade, wenn ein Jünger das Eingeweihtenbewusstsein erreicht hat. Alle Qualitäten, die Liebe und der Zweck des [367] hohen Wesens, das im Neuen Testament der «Unbekannte Gott» genannt wird, konzentrieren sich in Sanat Kumara. Ein gewisses Mass der möglichen Entfaltungen, die vor der Menschheit liegen, werden in das menschliche Bewusstsein eintreten, wenn:

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Last updated Saturday, February 14, 1998           © 1998 Netnews Association. All rights reserved.