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Die Wiederkunft Christi, Seite 82 ff. (engl.)
Methoden des Erscheinens verbunden, die ich an früherer Stelle erwähnt habe. Seine ausströmende Liebe und geistige Vitalität (verstärkt durch die Energien des Geistes des Friedens, des Avatars der Synthese und Buddha's) wurden in einen Strom zusammengefasst und neugerichtet; und diesem Strom wurde zum Durchbruch nach aussen verholfen (wenn ich es so unzulänglich ausdrücken mag) durch die Sätze aus der Invokation: «Es ströme Liebe aus in alle Menschenherzen» und «Mögen Licht und Liebe und Kraft den Plan auf Erden wiederherstellen.»

Mit diesen drei Worten: Licht, Liebe und Kraft sind die Energien seiner drei Verbündeten beschrieben (das grosse Kräfte-Dreieck, das machtvoll hinter ihm steht): Licht, die Energie Buddha's, denn Licht kommt immer aus dem Osten; Liebe, die Energie des Geistes des Friedens, die rechte menschliche Beziehungen schafft; Kraft (oder Macht), die Energie des Avatars der Synthese, welche die beiden Energien Licht und Liebe zur Verwirklichung bringt. Im Mittelpunkt dieses Dreiecks nahm Christus seine Position ein - von diesem Punkt aus begann er sein Werk im Wassermann-Zeitalter, und dieses Werk wird zweitausendfünfhundert Jahre andauern. In solcher Weise leitete er die «neue Ära» ein, und auf den inneren geistigen Ebenen begann die neue Weltreligion Form anzunehmen Das Wort «Religion» hat etwas mit innerer Beziehung zu tun, - und so begann die Epoche rechter menschlicher Beziehungen und einer rechten Beziehung zum Reich Gottes. Eine solche Feststellung ist leicht gemacht, aber ihre Folgerungen sind weitreichend und erstaunlich.

Damals übernahm Christus zwei neue Funktionen: Die eine hängt mit der Art seines zweiten physischen Wiederkommens zusammen, die andere mit der Art des Überschattens. Licht, Liebe und Kraft wird dauernd über die grossen Massen ausgegossen, und daher wird das Anwachsen des Christus-Bewusstseins dauernd belebt und beschleunigt. Durch seine physische Gegenwart wird er der «Verteiler des Wassers des Lebens» werden; durch Überschattung derer, die für seine Impressionen und konzentrierten Gedanken empfänglich sind, wird er zum «Ernährer der Kleinen», wie es esoterisch heisst.

Im Wassermann-Zeitalter nimmt er sein Arbeitsprogramm als Verteiler des Wassers des Lebens und als Ernährer der Kleinen auf, während er vom Mittelpunkt des oben genannten Dreiecks aus die rechten Beziehungen in den Massen beeinflusst, erhellt und aufrichtet. In der kommenden Ära wird er daher bekannt sein als

1. Der Mittelpunkt im Dreieck.

2. Der Verteiler des Wassers des Lebens.

3. Der Ernährer der Kleinen.

Diese Benennungen umreissen seinen dreifachen Pflichtkreis der Menschheit gegenüber und beschreiben das Werk, das seinen Weltdienst während des ganzen Wassermann-Zeitalters auszeichnet.

Wir wollen die verschiedenen Abschnitte seiner Tätigkeit im einzelnen betrachten, um besser die Bedeutung der Verantwortung zu erfassen, die er auf sich genommen hat. Ein etwas gründlicheres Verständnis ist vonnöten, wenn die Neue Gruppe von Weltdienern und die tätigen Jünger in der Welt imstande sein sollen, die Menschheit in entsprechender Weise für sein Wiederkommen vorzubereiten. Vieles kann getan werden, wenn die Menschen sich sorglich bemühen, die Einzelheiten zu erfassen und sodann das Nötige zu tun.

Als Mittelpunkt im Dreieck wird Christus zum Erwecker der Menschenherzen, der rechte menschliche Beziehungen schafft, einfach durch die Eigenart seines Wesens und durch bewegungsloses Verharren an seinem Platz. Er vollbringt dies in der Weise, dass er die Energien, die von den drei Punkten des ihn umgebenden Dreiecks ausgehen, an die Menschheit weiterleitet. Diese vermischte, unpersönliche Energie von dreierlei Art wird überallhin ausgesendet; ihre Auswirkungen sind: Evolutionäres Wachstum und eine magnetische, gegenseitige Anziehung von Menschen und Nationen, was automatisch den Sinn für Synthese erweckt, die mögliche Einheit beweist und die erwünschte Verschmelzung der Völker auf Erden herbeiführt. So wie im Fische-Zeitalter bei der grossen Masse der Menschheit ein gesteigertes Interesse für Wissen und die Prinzipien der Intelligenz wachgerufen wurde, so wird in gleicher Weise im Wassermann-Zeitalter bei den Massen ein Echo für rechte Beziehungen geweckt werden, und als Ausdruck dieser Entwicklung wird Guter Wille das Massen-Bewusstsein kennzeichnen. Es mag nicht leicht sein, sich diese Möglichkeiten vorzustellen und gebührend zu schätzen. Aber war es nicht für die meisten Menschen in den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung (im Fische-Zeitalter) genau so schwierig, sich über die zukünftige Entwicklung der Erziehungs-Systeme in der Welt ein Bild zu machen oder sich die ungeheure Zunahme und Verbreitung von Wissen vorzustellen das für unsere jetzige Zivilisation und Kultur so bezeichnend ist? Die Leistungen in der Vergangenheit sind immer eine Garantie für die möglichen Fortschritte in der Zukunft.

Als Verteiler des Wassers des Lebens ist sein Werk höchst geheimnisvoll und durchaus nicht leicht zu verstehen. Vor zweitausend Jahren, in der Zeit seines öffentlichen Lehrens sagte er: «Ich bin gekommen, damit sie Leben haben sollen und es in grösserer Fülle haben mögen.» (Joh. 10, 10). Der Lebens-Aspekt, vom visionären Standpunkt Christi aus gesehen, manifestiert sich auf dreierlei Art:

1. Als physisches Leben, das die Zellen des Körpers ernährt. Dieses Leben ist in jedem materiellen Atom als der Zentralpunkt lebendigen Lichtes zu finden.

2. Als seelisches Leben, das als Liebe und Licht aus dem Herzen strahlt. Wenn diese höhere Lebensform da ist und sich kundtut, dann wird das menschliche Atom ein Teil der geistigen Hierarchie.

3. Als Leben in grösserer Fülle. Dieses Leben ist erkennbar als Licht, Liebe und Kraft in und über dem Haupt eines Jüngers Christi. Dieses Leben in Fülle befähigt ihn, nicht nur mit der Menschheit und der geistigen Hierarchie, sondern darüber hinaus auch mit Shamballa zusammenzuarbeiten, - dem Lebenszentrum in seiner reinsten Essenz.

Wenn wir sagen: «Leben ist lebendiges Sein, das Befähigung in sich trägt», sind das nicht eigentlich bedeutungslose Worte? Wenn wir jedoch dieses höhere Lebendigsein gleichzeitig auf das Leben in der äusseren Welt, auf das geistige Leben des Jüngers und auch auf die lebendigen Absichten Gottes beziehen, dann mag uns eine schwache Ahnung von dem wunderbaren Werk aufdämmern, das Christus in der Vergangenheit getan hat und als zukünftige Verantwortung voraussah. Christus kann aus der Fülle dieser Energien schöpfen, die mit den Worten «Leben in grösserer Fülle» umrissen werden; sie werden im Wassermann-Zeitalter in einer neuen und dynamischen Art und Weise die neuen Energien freisetzen, die vonnöten sind, um die Ordnung wiederherzustellen und die Menschen in ein Leben der Auferstehung zu führen. Diese neue Energie ist die «ausführende Kraft mit universaler Qualität» und ist für die Zukunft von Bedeutung. Dieses Einströmen von Wassermann-Energie ist einer der Faktoren, die es Christus ermöglichen, seine Mission als Welterlöser und Weltlehrer zu erfüllen. Im Juni 1945 verpflichtete er sich, die Aufgaben eines Verteilers, Ernährers und Spenders genau zu erfüllen, und inzwischen hat er den Pflichtenkreis als Vorläufer und Lehrer des Wassermann-Zeitalters bereits übernommen.

Der Ausdruck «Ernährer der Kleinen» hat mit einem Aspekt von Christi Werk zu tun, das die Bewusstseins-Anregung seiner Jünger betrifft, die sich für eine Einweihung vorbereiten oder dabei sind, in tiefere Bereiche geistigen Bewusstseins einzudringen. Das Ergebnis seiner «Arbeit im Dreieck» an den grossen Volksmassen wird das sein, dass er die erste Einweihung - die Geburt Christi im Herz-Innern - als die grundlegende Zeremonie in der neuen Weltreligion vor die Öffentlichkeit bringen wird. Durch diese Zeremonie werden die grossen Massen in allen Ländern imstande sein, «die Geburt Christi» im Herzen bewusst wahrzunehmen und zu erleben, wie man «von neuem geboren wird»; darauf hatte Christus bereits bei seinem früheren Hiersein auf Erden Bezug genommen (Joh. 3, 3). Wenn die Esoteriker von der ersten Einweihung sprechen, dann meinen sie diese neue Geburt. Diese Einweihung wird in der Zukunft nicht bloss ein gelegentliches Erlebnis des einen oder anderen Jüngers sein, sondern wird - gegen Ende des Wassermann-Zeitalters - zu einer allgemeinen Erfahrung von ungezählten Tausenden werden. Die reinigenden Wasser der Taufe-Einweihung (der zweiten Initiation) werden sich über Hunderte von Aspiranten in allen Ländern ergiessen, und diese beiden Einweihungen, (die als Vorbereitung für den wahren Dienst an der Menschheit und für die dritte Einweihung der Verklärung gelten) werden Christi Mission als wirksamen Vermittler des grossen spirituellen Dreiecks, das er repräsentiert, besiegeln.

Die Hauptaufgabe Christi für die Jünger und die wirklich geistig eingestellten Menschen (und überdies für Hunderttausende von fortschrittlichen Menschen) besteht indes darin, deren geistiges Bewusstsein und Leben zu «nähren», so dass sie in den Stand gesetzt werden, die dritte und vierte Einweihung - die der Verklärung und der Verzichtleistung (oder Kreuzigung) - zu empfangen.

Wie den Esoterikern bekannt ist, bezieht sich die Bezeichnung «die Kleinen» auf jene Jünger, die «unmündige Kinder in Christo» sind (1. Korinther 3, 1), welche die beiden ersten Einweihungen, die der Geburt und der Taufe, bereits empfangen haben. Sie sind sich dessen bewusst, was geistiges Streben und Sehnen ist, das sich in ihren Herzen als «Christusleben» manifestiert; sie haben sich den Reinigungs-Prozessen unterworfen, die in den Wassern der Taufe ihren Höhepunkt finden. Christus muss diese Aspiranten für die höheren Einweihungen vorbereiten und stärken, und er muss ihnen zu Hilfe kommen, damit sie vor den Einen Initiator hintreten können und damit sie «Säulen im Tempel Gottes» werden, das heisst: Mitglieder der geistigen Hierarchie und demzufolge aktive, tätige Jünger.

Als Christus damals in Palästina weilte, tat er den Ausspruch: «Niemand kommt zum Vater als durch mich.» (Joh. 14, 6). Das war eine Voraussagung zu dem Werk, zu dem er im Wassermann-Zeitalter berufen werden würde. Durch die ersten beiden Einweihungen, die von Christus erteilt werden, finden die von älteren Jüngern geschulten Aspiranten den Weg zu Christus; mit den obigen Worten bezieht er sich indes auf noch höhere Zustände geistiger Entfaltung. Durch die von Christus erteilten Einweihungen wird der Jünger ein wirksamer Vermittler der göttlichen Liebe; und durch die höheren Einweihungen wird er nach und nach ein wirksames Werkzeug des göttlichen Willens. Die erste Gruppe kennt und versteht die zweite Strophe der Invokation: «Aus dem Quell der Liebe im Herzen Gottes ströme Liebe aus in alle Menschenherzen.» Die andere Gruppe, von Christus selbst «ernährt» und vorbereitet, wird die Bedeutung der dritten Strophe erfassen:

«Aus dem Zentrum, wo der Wille Gottes thront, lenke plan-beseelte Kraft die kleinen Menschenwillen.»

Die Bemühungen Christi waren im Fische-Zeitalter darauf gerichtet, die Menschheit mit der planetarischen Hierarchie in Verbindung zu bringen; im Wassermann-Zeitalter wird es seine Aufgabe sein, diese rasch anwachsende Menschengruppe mit jenem höheren Zentrum in Verbindung zu bringen, wo man mit dem Vater in Berührung kommt, wo die Sohnschaft anerkannt und gewährt wird, und wo die göttliche Absicht erkannt wird. Durch das bevorstehende Werk Christi werden die drei göttlichen Aspekte, die von allen Weltreligionen (einschliesslich der christlichen) anerkannt sind, in der Menschheit bewusst zur Entwicklung gebracht: Intelligenz (oder das universale Denkprinzip), Liebe und Wille. Die Menschheit, die geistige Hierarchie und das «Zentrum, wo der Wille Gottes bekannt ist», werden zueinander noch mehr als bisher in eine offenbare und generelle Beziehung gebracht.

Die mystische Annäherung an das Reich Gottes wird mit der zunehmenden Intelligenz nach und nach aussterben, und es wird eine mehr wissenschaftliche Annäherung bevorzugt werden; die Regeln für die Zulassung in dieses Reich werden ganz öffentlich sein; die Gesetze, die das höchste Zentrum des Willens Gottes leiten, werden jenen enthüllt werden, die bereits Mitglieder des Reiches Gottes sind. All dies wird unter der obersten Leitung Christi nach seiner Wiederkunft Wirklichkeit werden. Dann wird das Leitmotiv seiner Mission darin bestehen, bei der Menschheit eine Resonanz auf geistige Einflüsse hervorzurufen und - auf breiter Basis - die intuitive Wahrnehmungsfähigkeit zu entfalten, - eine Fähigkeit, die derzeit wahrlich noch selten ist. Bei seinem früheren Hiersein erweckte er in der Menschheit eine allmählich zunehmende Empfänglichkeit für Wahrheit und gedankliches Verstehen. Daher haben wir heute, am Ende der Zeitenrunde, die er vor zweitausend Jahren einleitete, formulierte Lehrsysteme und können eine mentale oder intellektuelle Entfaltung feststellen, die sich überallhin verbreitet.

III. Christus, der Freilasser von Energien

Während der ersten drei Monate der Krisenperiode, durch die Christus und die Hierarchie gingen, und die durch seine Entscheidung beendet wurde, wurden für Christus und seine Jünger gewisse grosse Energien oder fundamentale Kraftströme zugänglich gemacht. Die Tatsache, dass Energie die grundlegende Substanz im Universum ist, dass alle Lebensformen Energieformen sind, die durch grössere Energieformen ihr Leben haben, und dass alle solche Erscheinungsformen - ob gross oder klein - Energie benützen und als Energie-Verteiler wirken, ist

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Last updated Saturday, February 14, 1998           © 1998 Netnews Association. All rights reserved.